Durch Kaufhof-Sanierung fallen 2.600 Stellen weg

Filialen von Karstadt und Kaufhof nebeneinander in Fußgängerzone von Trier

Durch Kaufhof-Sanierung fallen 2.600 Stellen weg

  • Kaufhof-Sanierung wird 2.600 Stellen kosten
  • Konzernchef: Langfristig nicht überlebensfähig
  • Hauptsitze in Köln und Essen sollen erhalten bleiben

Im Zuge der Fusion mit dem Konkurrenten Karstadt werden bei der Kaufhauskette Galeria Kaufhof rund 2.600 Stellen abgebaut. Das teilte Karstadt am Freitag (25.01.2019) in Essen mit.

Rund 1.000 Vollzeitstellen sollen in den Führungs- und Verwaltungsstrukturen wegfallen, weitere 1.600 Vollzeitstellen in den Filialen. Wegen der vielen Teilzeitstellen sind aber wesentlich mehr Mitarbeiter betroffen.

Kaufhof steigt aus Tarifbindung aus

Konzernchef Stephan Fanderl betonte, in seinem derzeitigen Zustand sei der Kaufhof "langfristig nicht überlebensfähig". Um Kosten zu sparen, wird der Kaufhof umgehend auch aus der Tarifbindung aussteigen.

Das Unternehmen strebe eine individuelle Tariflösung an, die der wirtschaftlichen Notsituation von Kaufhof Rechnung trage. Filialen sollen nicht geschlossen werden, es sei denn, die Mietverträge laufen dort aus.

Zentrale an zwei Standorten

Die Zentrale von Kaufhof/Karstadt soll nach der Fusion auf zwei Standorte aufgeteilt werden. Der neue Warenhaus-Riese soll in Zukunft aus der Essener Karstadt-Zentrale geführt werden.

Am bisherigen Kölner Kaufhof-Hauptsitz soll ein Kompetenz-Center für Digitalisierung, Onlinehandel und das Geschäft mit reduzierter Marken-Bekleidung aufgebaut werden.

Gemeinschaftsunternehmen seit November

Kaufhof ist seit Ende November Teil eines Gemeinschaftsunternehmens mit dem Konkurrenten Karstadt. Das neue Joint Venture gehört zu 49,99 Prozent dem kanadischen Handelskonzern HBC und zu 50,01 Prozent der österreichischen Signa-Holding des Investors René Benko.

Stand: 25.01.2019, 16:02

Weitere Themen