Symbolbild Blaulicht Polizei

Mordkommission ermittelt nach Messerattacke in Köln

Stand: 22.08.2022, 07:54 Uhr

Nach der Messerattacke auf einen 28-Jährigen auf der Zülpicher Straße in Köln ermittelt jetzt eine Mordkommission.

Von Markus Schmitz

Der Mann war am Sonntagmorgen von einem 43-Jährigen durch einen Stich in den Bauch schwer verletzt worden. Der Tatort liegt in der Waffenverbotszone.

Streit eskaliert

Um fünf Uhr sei ein Streit zwischen zwei Männern auf der Zülpicher Straße eskaliert, so die Polizei. Das Opfer ist ein 28 Jahre alter Mann. Ihn fanden die Einsatzkräfte mit einer schweren Stichverletzung am Bauch vor.

Der Verletzte musste in einem Krankenhaus operiert werden. Lebensgefahr bestehe aber nicht.Der Tatverdächtige flüchtete an den Rathenauplatz, wo er kurze Zeit später gestellt und festgenommen werden konnte. Der 43-Jährige hatte ein Messer bei sich.

Die Polizei sucht jetzt nach Zeugen des Vorfalls auf der Zülpicher Straße. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.

Waffenverbotszone seit Dezember

Seit Ende vergangenen Jahres gehört auch die Zülpicher Straße zur Waffenverbotszone, in der beispielsweise auch keine Messer mitgeführt werden dürfen. Seitdem ist es in diesem Bereich nicht mehr zu solch einer schweren Gewalttat mit einem Messer gekommen.

2021wurde 18-Jähriger getötet

Im Sommer vergangenen Jahres wurde gegenüber des aktuellen Tatorts an der Zülpicher Straße ein 18-Jähriger mit einem Messer getötet. Solche Taten führen dazu, dass das NRW-Innenministerium Waffenverbotszonen einrichtet. Dazu zählen in Köln die Zülpicher Straße sowie Teile der Innenstadtringe. Auch in der Düsseldorfer Altstadt richteten die Behörden wegen etlicher Vorfälle eine Waffenverbotszone ein.  

Über dieses Thema haben wir am 22.08.2022 in unserer Lokalzeit im WDR Hörfunk berichtet.

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