Laschets Amtssitz soll repräsentativer werden

Laschets Amtssitz soll repräsentativer werden

Von Wolfgang Otto

  • Sanierung der Staatskanzlei im Landeshaus geplant
  • Modernisierung von Büros und Sicherheitstechnik
  • Kosten sind noch nicht kalkuliert

Der Amtssitz von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) soll schöner werden. Es soll eine "einfache, aber eindrucksvolle Staatsrepräsentanz ohne Pomp" werden, sagte der Düsseldorfer Star-Architekt Karl-Heinz Petzinka am Donnerstag (08.11.2018). Petzinka ist mit der Vorplanung für den Umbau der Staatskanzlei beauftragt worden.

Kosten noch nicht kalkuliert

In enger Absprache mit dem Denkmalschutz sollen die Büros, Flure, Kabinetts- und Konferenzsäle modernisiert werden. Der Haupteingang bekommt ein neues Foyer mit Wand- und Deckenmalereien und großem Glasaufzug. Barrierefrei wird auch der Eingang an der Rückfront. Die Freitreppe vor dem Haus wird eingeebnet, das lichte Eingangsportal erstreckt sich damit künftig über zwei Etagen. Baubeginn soll im nächsten Sommer sein, die Kosten sind noch nicht kalkuliert.

Laschet will Staaskanzlei als Staatsrepräsentanz

WDR 5 Westblick - aktuell | 08.11.2018 | 01:34 Min.

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Vom Stadttor ins Landeshaus

Staatskanzlei Düsseldorf

Ehemalige Staatskanzlei im Düsseldorfer Stadttor

Laschet war mit Amtsantritt im vergangenen Jahr vom gläsernen Stadttor in das alte Landeshaus umgezogen. Die Verlegung der Staatskanzlei war wegen der Kosten von einigen hunderttausend Euro von Sozialdemokraten und Grünen im Landtag heftig kritisiert worden.

Zeitgemäße Sicherheitstechnik

Gegen mögliche neue Vorwürfe wegen zusätzlicher Kosten des jetzt geplanten Umbaus versucht sich die Staatskanzlei bereits zu wappnen. Das Landeshaus sei seit 1999 nicht mehr umfassend saniert worden, "da müssen wir jetzt gründlich rangehen", sagt die zuständige Abteilungsleiterin in der Staatskanzlei, Maria Huesemann-Kaiser.

Auch die Instandsetzung der Aufzüge, Fester und Klimaanlage sei ohnehin nötig gewesen, ebenso wie der Einbau zeitgemäßer Sicherheitstechnik an den Eingängen. Allein für die Aufrüstung der Sicherheits-Einrichtungen in allen Ministerien des Landes sei im Haushalt 2019 ein Betrag von 2,7 Millionen Euro vorgesehen.

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40 Jahre lang Sitz der Landesregierung

Staatskanzlei der 1960er Jahre

Die Staatskanzlei in den 1960er Jahren

Der Architekt Petzinka, der auch Rektor der Düsseldorfer Kunstakademie ist, hat einige Erfahrung im Bau von Regierungszentralen. Er war der Baumeister des Stadttors, in dem Laschets Vorgänger Wolfgang Clement (SPD), Peer Steinbrück (SPD), Jürgen Rüttgers (CDU) und Hannelore Kraft (SPD) residierten.

Bei der Sanierung des Gebäudes am Horionplatz will er die "ursprüngliche Charakteristik des Hauses wieder herstellen", das in verschiedenen Bau- und Erweiterungsphasen nach 1907 entstanden ist. Das Landeshaus war bis 1999 fast 40 Jahre lang Sitz der Landesregierung gewesen.

Stand: 08.11.2018, 15:57