Chalkidiki – Griechenlands göttliche Halbinsel

Wunderschön! 28.08.2022 01:28:45 Std. UT Verfügbar bis 28.08.2023 WDR

Chalkidiki – Griechenlands göttliche Halbinsel

Stand: 28.08.2022, 20:15 Uhr

Weiße Sandstrände, verträumte Buchten und türkisblaue Lagunen – Chalkidiki wird auch die "Karibik Europas" genannt. Die drei Finger der Halbinsel Kassandra, Sinthonia und Athos bieten viel Abwechslung, die pulsierende Metropole Thessaloniki ist nicht weit und das Hinterland gilt als grüner Garten Griechenlands und gutes Wandergebiet.

Allgemeine Informationen zur Halbinsel Chalkidiki

Die Drei-Finger-Halbinsel Chalkidiki liegt südöstlich von Thessaloniki im Nordosten Griechenlands. Kassandra ist der westlichste Finger von Chalkidiki. Die Halbinsel ist auch die verkehrsreichste und touristischste der Region. Vor allem die langen, weißen Strände mit türkisfarbenem Wasser und gesäumt von grünen Pinien haben diese Gegend zu einer Touristenattraktion gemacht. Die Schnellstraße führt vom Festland bis in die Mitte der Halbinsel.

Sithonia ist der mittlere der drei Finger. Die Halbinsel ist ursprünglicher und weniger touristisch ausgebaut als ihre Schwester Kassandra. Sie zeichnet sich einerseits durch ihre karibisch anmutenden Strände mit glasklarem Wasser aus. Andererseits gibt es viel grüne Natur, die mancherorts fast unberührt zu sein scheint. Hier finden sich dichte (Pinien-)Wälder, Olivenhaine und Weinberge – und kleine Bergdörfer mit typisch griechischem Flair.

Der dritte Finger heißt Athos, benannt nach dem Berg (2.033 m). Er ist eine 972 gegründete orthodoxe Mönchsrepublik. Die knapp 2.000 Einwohner sind vorwiegend Mönche. Männliche Besucher dürfen Athos – unter strengen Auflagen – als Pilger besuchen. Frauen haben keinen Zutritt und können sich der Halbinsel nur per Schiff bis auf 500 Metern nähern.

Das bergige Hinterland

Nördlich der drei Finger, in der Mitte Chalkidikis, erhebt sich der Cholomondas, der mit 1.165 Metern höchste Berg der Region. Das gleichnamige Bergmassiv ist mit weitflächigen Mischwäldern bewachsen und lädt zu Wanderungen und Bergtouren ein. Im bergigen Norden Chalkidikis liegen in einem Wald voller Erlen, Linden, Buchen und Kastanien die 15 Meter hohen Varvara-Wasserfälle. Das Wasser des Baches führt nach Mavrolaka, einem Fluss, der die Grenze zwischen den Dörfern Olympiada und Varvara bildet.

Auffallend im gebirgigen, waldreichen Hinterland sind die ausgedehnten Getreidefelder und Weinberge, besonders schön die ständig wechselnden Ausblicke auf Meer und Küste. Es lohnt sich, die Autobahn zu verlassen und einen Schlenker über die Berge mit ihren malerischen Dörfern zu machen. Das Bergdorf Taxiarchis zum Beispiel ist von einem dichten Fichtenwald umgeben und wird deshalb auch das Dorf des Weihnachtsbaumes genannt.

Dorfansicht Taxiarchis mit Kirche, im Hintergrund bewaldete Hügelkette

Das Bergdorf Taxiarchis ist von einem dichten Fichtenwald umgeben.

Lesetipps für Chalkidiki

Andreas Neumeier
Chalkidiki Reiseführer
Michael Müller, 9. Aufl. 2022
ISBN ‎978-3956549243
Preis: 18,90 Euro

Hartmut Engel
Chalkidiki – Thassos. Die schönsten Küsten- und Bergwanderungen. 50 Touren
Rother Bergverlag, 3. akt. Aufl. 2022
ISBN 978-3763345335
Preis: 16,90 Euro

Klaus Bötig
Reiseführer Chalkidiki
‎DuMont Reiseverlag, 2. Aufl. 2022
ISBN 978-3616010809
Preis: 12,95 Euro

Moderation: Judith Rakers

Redaktion: Friedel Groth

Autor: Andreas Schlosser

Internettext: Petra Berthold