Chambers Brothers with Joshua Light Show / Chicago Transit Authority / Country Joe And The Fish

From The Archives

Chambers Brothers with Joshua Light Show / Chicago Transit Authority / Country Joe And The Fish

Ende der sechziger und Anfang der siebziger Jahre nahmen sich diese Beiträge der zeitgenössischen Rockmusik an. Auch wenn Bild und Ton der Reihe in ihrer Ungeschliffenheit nicht den heutigen Qualitätsstandards entsprechen, so überzeugt ihr Inhalt durch die Nähe zu den Musikern – heute allesamt Legenden, damals talentierte, blutjunge Männer voller Tatendrang. „Swing In“ ist damit eine Zeitreise an die Anfänge des modernen Rock’n’Roll.

Chambers Brothers

Chambers Brothers

Chambers Brothers with Joshua Light Show

Wie viele Bands aus dem Süden der USA lernen die vier Brüder aus Mississippi ihr musikalisches Handwerk im Chor der heimischen Baptistenkirche. Nach dem Wehrdienst zieht der älteste Bruder George nach Los Angeles, der Rest der Chambers folgt ihm 1954 nach. Mit stark von Gospel beeinflusstem Folksound tingeln die Vier einige Jahre lang durch die Folk-Clubs Südkaliforniens - Joe und Willie an der Gitarre, Lester an der Mundharmonika und George am Waschwannenbass. Im Ash Grove in L.A. lernen sie die Sängerin und Aktivistin Barbara Dane kennen, die die Truppe mit auf Tour nimmt und sie schließlich der Folk-Legende Pete Seeger vorstellt. Dank Seeger ergattern die Chambers Brothers einen Slot beim Newport Festival 1965, wo sie unter anderem ihren Song „I Got It“ performen, der auch auf der Newport-Compilation erscheint. Ihr Sound ist damals einzigartig, weil sie den Folk wesentlich rauer und härter interpretieren als ihre Zeitgenossen.

Beim Newport Festival reißen die Zuschauer Zäune ein und rennen auf die Bühne zu. Als sich das Chaos legt, sagt der Ansager lakonisch: „Ob ihr’s wisst oder nicht, das war Rock’n’Roll!“. Nachdem die Brüder den ebenfalls frisch elektrifizierten Bob Dylan gesehen haben, kauft sich George auch gleich einen elektrischen Bass. Im selben Jahr hat die Band ihren ersten Gig in New York und lernt dort Drummer Brian Keenan kennen, der direkt einsteigt. 1966 nimmt die Band ihr Debütalbum „People Get Ready“ auf, ihr größter Hit wird jedoch der psychedelische Rocksong „Time Has Come Today“ von ihrem dritten Album, das 1967 veröffentlicht wird. Wir zeigen einen Gig der Chambers Brothers auf dem Höhepunkt ihres Erfolges im Jahr 1969, gestaltet mit dem Liquid Light der legendären Joshua Light Show.

Chicago Transit Authority

Chicago Transit Authority

Chicago Transit Authority

Die Band, die ab den Siebzigern nur noch Chicago hieß, ist eine der erfolgreichsten Rockgruppen aller Zeiten. Angefangen hat alles 1967 in – wen wundert’s? – Chicago, Illinois mit experimentellem Rocksound und politischen Texten. Die sechs Ursprungsmitglieder lernen sich als Studenten kennen und gründen eine der ersten Rockbands mit Bläsersektion. Dabei ersetzt zunächst die Posaune den E-Bass. Mit dem Einstieg von Sänger und Bassist Peter Cetera, der den Bariton-Gesang von Terry Kath und Robert Lamm mit seinem Tenor ergänzen soll, hält schließlich auch der E-Bass Einzug in die Combo und die Truppe ist komplett.

Nach einem der ersten Konzerte der Band soll Jimi Hendrix zu Saxofonist Walt Parazaider gesagt haben: „Ihr Bläser spielt wie aus einem Mund und euer Gitarrist ist besser als ich.“ Entsprechend wird auch beim Debütalbum gleich geklotzt und nicht gekleckert: das Doppelalbum enthält Hits wie „I Am A Man“ und „Does Anybody Really Know What Time It Is?“. Auch das zweite Album, „Chicago II“, ist ein Mammutwerk auf zwei LPs. Drauf findet sich unter anderem die 7-teilige, 13 Minuten lange Suite „Ballet For A Girl In Buchannon“ sowie der erste Top-5-Hit der Band, „25 or 6 to 4“. In der Folge bringen Chicago jedes Jahr ein Album heraus, und erst in den Achtzigern, nach zahlreichen Besetzungswechseln und dem Selbstmord von Gründungsmitglied und Gitarrist Terry Kath, wechseln sie von ihrem härterem „Brass Rock“ zum softeren, balladesken Sound, mit dem man Chicago heute in Verbindung bringt. Wir zeigen einen Gig der Band, als sie noch Chicago Transit Authority hieß, aus dem Jahr 1970.

Country Joe And The Fish

Sänger Country Joe McDonald von Country Joe And The Fish.

1965 gründen Sänger Country Joe McDonald und Gitarrist Barry Melton, genannt The Fish, ihre gemeinsame Band. Nachdem Drums, Bass und Orgel hinzugekommen sind, bringt das Quintett 1967 sein Debütalbum „Electric Music For The Mind And Body“ heraus, das als Wegbereiter des Psychedelic Rock und des klassischen Westcoast Sounds gilt. Kurz danach folgt die LP „I-Feel-Like-I’m-Fixin’-To-Die“, und die Jungs touren durch die einschlägigen Konzersäle der Hippieszene, darunter das Filmore East & West, wo sie unter anderem gemeinsam mit Grateful Dead, The Jefferson Airplane, Led Zeppelin und anderen Größen ihrer Zeit auftreten.

1967 spielen sie beim legendären Monterey Pop Festival. Doch der wohl bekannteste Gig der Band, der ins kollektive Gedächtnis der USA und Musikfans weltweit einging, sind ihre beiden Auftritt beim Woodstock-Festival und Country Joe’s berühmte Anti-Vietnam-Ansage "Give me an F, Give me a U....“. 1971 löste sich die Band auf. Wir zeigen eines ihrer legendären Konzerte aus dem Jahr 1969.

From The Archives

In loser Reihenfolge präsentiert Rockpalast unter dem Titel „From The Archives“ musikalische Schätze aus dem WDR-Archiv.

Santana beim Swing In - Konzert 1970

Santana beim Swing In - Konzert 1970

Santana beim Swing In - Konzert 1970

Santana beim Swing In - Konzert 1970

Santana beim Swing In - Konzert 1970

The Flock

Backstage: Chicago Transit Authority

Die US Soul Gruppe Chambers Brothers (George, Willie, Lester & Joe) beim Auftritt in der WDR-Sendung "Swing In" am 13.06.1969.

Sly Stone am 29. Dezember 1968.

Sly & The Family Stone

Sly & The Family Stone

Alvin Lee und seine Band Ten Years Later am 15.09.1978 bei der 3. Rocknacht, Grugahalle Essen.

Faces - v.l.n.r.: Kenny Jones, Rod Stewart, Ronny Lane, Ron Wood, Ian McLagan

Jethro Tull

Jethro Tull - wer erinnert sich nicht an "Locomotive Breath", einen der am meisten gespielten Hits der 70er Jahre, und an Ian Anderson, meist auf einem Bein stehend und virtuos die Querflöte bedienend.

Brian Auger bei seinem Auftritt während des Klaus-Doldinger-Jubiläums am 16.10.1973 in der Düsseldorfer Rheinhalle.

Brian Auger’s Oblivion Express

Reisegepäck von Brian Auger’s Oblivion Express.

Das legendäre Kölner Experimental-Kollektiv Can.

Can 1970 beim "Mixed Media aus Soest".

Can 1970 beim "Mixed Media aus Soest".

Can 1970 beim "Mixed Media aus Soest".

Kraftwerk 1970 beim "Mixed Media aus Soest".

Kraftwerk 1970 beim "Mixed Media aus Soest".

Kraftwerk 1970 beim "Mixed Media aus Soest".