Dorothee Vortmann

Staffel 10: Zu Gast bei Dorothee Vortmann

Wildes und Süßes aus dem Ruhrgebiet

Stand: 13.10.2021, 18:18 Uhr

Heute geht es an den nördlichen Rand des Ruhrgebiets, nach Dorsten. Hier - wo Industrie und  ländliche Idylle aufeinander prallen - lebt Dorothee Vortmann mit ihrem Mann Andreas und den vier Kindern.

Dorothee ist Landfrau durch und durch. Sie stammt aus einer landwirtschaftlichen Familie und konnte sich auch für ihr eigenes Leben nie etwas anderes vorstellen. Was für ein Glück, dass sie Andreas bei einer Landjugendparty kennenlernte und dieser sich als Vollblut-Landwirt entpuppte. Bereits mit 19 Jahren übernahm er den Hof von seinen Eltern, der schon seit 1862 in Familienbesitz ist. Auch die Kinder der beiden genießen das Leben auf dem Land: Die 12jährige Josefine, das Nesthäkchen, verbringt die meiste Zeit mit ihren zwei Ponys. Die älteste Tochter Ann-Katrin studiert, aber sie hilft so oft es geht im Hofladen mit.

Zu Gast bei Dorothee Vortmann

Etwas anderes als auf einem Bauernhof zu leben und zu arbeiten, ist für Dorothee nie in Frage gekommen. Ihrem Mann Andreas geht das ganz genauso.

Dorothee Vortmann mit ihrem Mann und den vier Kindern.

Zusammen mit ihren vier Kindern leben die Vortmanns am Rand des Ruhrgebiets, bei Dorsten.

Zusammen mit ihren vier Kindern leben die Vortmanns am Rand des Ruhrgebiets, bei Dorsten.

Tiere gibt es jede Menge auf dem Hof - vor allem Hühner. In einem modernen Stall leben die Tiere in Bodenhaltung.

Jeden Morgen werden die Eier der fleißigen Hühner per Hand sortiert und verpackt.

Desweiteren wollen noch Bentheimer Schweine...

... und das Damwild versorgt werden.

Außerdem werden auf dem Hof noch leckere Beeren angebaut. In den Gewächshäusern kann man sie viel länger ernten, als im Freiland.

Dorothee pflanzt noch allerlei anderes Gemüse für den Eigenbedarf an. Fast alle Produkte für ihr Menü stammen so vom eigenen Hof.

Viele Tiere, viele Beeren
Die beiden Söhne Johannes und Benedikt haben schon jetzt jeder seinen eigenen Aufgabenbereich auf dem Bauernhof. Johannes, der Hofnachfolger, ist der Technik-Fuchs. Bruder Benedikt und Papa Andreas kümmern sich mit Hingabe um die Tiere - und das sind so einige: 5.500 Hühner, 70 Bentheimer Schweine, 70 Damhirsche, Gänse, Enten, Ponys und ein Esel. Als wären die Tiere noch nicht genug, bewirtschaften die Vortmanns ein großes Feld und Folienhäuser mit Erdbeeren, Himbeeren und Heidelbeeren.

Die Vermarktung von Eiern und Erdbeeren sind die wichtigsten Standbeine des kleinen Familienunternehmens. Das Fleisch der Bentheimer Schweine und des Damwilds ist ausschließlich für den eigenen Hofladen gedacht. Die Vortmanns begleiten jedes Tier einzeln zur Schlachtung in der Nähe. "Die Tiere sollen so wenig Stress wie möglich haben – zum einen ist uns eine vernünftige Tierhaltung wichtig, zum anderen ist das besser für die Fleischqualität, " erklärt Dorothee.

Der Arbeitstag beginnt für Dorothee üblicherweise im Hühnerstall: Gemeinsam mit Sohn Johannes und Ehemann Andreas steht sie jeden Morgen an der Eiersortiermaschine. Bis zu 4000 Eier rollen hier täglich durch und müssen kontrolliert und verpackt werden. Die Eier werden dann an Supermärkte und Restaurants in der Umgebung geliefert oder direkt im Hofladen verkauft. 

Gemeinsames Essen als festes Ritual
Tagsüber sind alle sehr eingespannt, aber einmal am Tag kommen dann alle zum Essen zusammen. Das ist Dorothee sehr wichtig, denn es ist die einzige gemeinsame Zeit, in der mal nicht gearbeitet wird und jeder einfach erzählen kann.

Auch am Dinnerabend wird es am Esstisch sicher munter zugehen: Es ist der vorletzte Tag des Kochwettbewerbs und alle Landfrauen freuen sich darauf. Für ihr Landmenü wird Gastgeberin Dorothee einiges vom Hof servieren, unter anderem Roulade vom Bentheimer Schwein mit grünen Bohnen - frisch vom Feld natürlich. Und aus den besonders schmackhaften Eiern der Junghennen bereitet sie einen Eierlikör für die anderen Landfrauen zu.

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