Blonde Rinder aus dem Münsterland

Staffel 12: Zu Gast bei Claudia Keil

Blonde Rinder aus dem Münsterland

Die Schlemmer-Tour verschlägt die Landfrauen heute ins westliche Münsterland. Bei Reken werden sie schon sehnsüchtig von der heutigen Gastgeberin Claudia Keil erwartet. Sie brennt darauf, den anderen endlich ihren Hof zeigen zu können. Denn die Dreiunddreißigjährige ist sehr stolz darauf, was sie und ihr Mann Heiner hier in den letzten Jahren geschaffen haben.

Hof Keil liegt in den ehemaligen Hochmooren des südlichen Westmünsterlandes - inmitten von Naturschutzgebieten. Vor fünf Jahren hat das junge Paar den Bauernhof von Heiners Eltern übernommen und erst einmal komplett umstrukturiert. Aus einem konventionellen kleinen Mischbetrieb haben sie eine reine Rinderfarm gemacht. Rund 400 "Blonde d’Aquitaine"-Rinder halten sie jetzt. Ihr ehrgeiziges Ziel: Sie wollen das bestmögliche Fleisch produzieren. Und das bedeutet für die beiden: gutes Futter und artgerechte Tierhaltung. Nur dann schmeckt auch das Fleisch richtig gut – davon ist das Paar überzeugt.

Zu Gast bei Claudia Keil

Das dritte Land und lecker-Dinner findet auf dem Hof von Claudia Keil statt. Sie lebt hier mit ihrem Mann Heiner und den drei Kindern Erik, Lina und dem kleinen Piet.

Claudia Keil mit ihrem Mann und den drei Kindern vor dem Kuhstall.

Zahlenmäßig eindeutig in der Überzahl: die Blonde d'Aquitaines-Rinder. Insgesamt rund 400 Tiere halten die Keils auf ihrem Hof und den angrenzenden Weideflächen.

Zahlenmäßig eindeutig in der Überzahl: die Blonde d'Aquitaines-Rinder. Insgesamt rund 400 Tiere halten die Keils auf ihrem Hof und den angrenzenden Weideflächen.

Einige Rinder werden in den großzügigen und modernen Ställen gehalten...

... doch der größte Teil der Herde lebt die meiste Zeit des Jahres in Gruppen auf den umliegenden Naturschutzweiden in Reken.

Die Tiere leben hier weitestgehend frei - und mit viel Platz für den ein oder anderen Wettlauf.

Einmal am Tag schaut Heiner aber nach, ob es den Tieren gut geht.

Claudias Revier ist eher der Hof: alles Organisatorische fällt in ihren Bereich.

Kochen ist eine von Claudias Leidenschaften...

... vor dem Land und lecker-Dinner ist sie jedoch ein bisschen aufgeregt. Wie gut, dass ihre Tante Elfie sie heute in der Küche unterstützt.


Die französische Rinderrasse gilt als besonders robust. Und das müssen sie auch sein, denn die Tier stehen von März bis Oktober bei Wind und Wetter auf der Weide. Die Rinder leben in kleinen Gruppen auf 110 Hektar Land - das entspricht etwa 110 Fußballfeldern! Den Winter über werden die Tiere dann im Stall versorgt, weil sie auf den Wiesen in der kalten Jahreszeit zu wenig Nahrung haben.

Nachhaltigkeit und Transparenz
Sind die Tiere draußen, dann fahren Claudia und Heiner jeden Tag ihre Wiesen ab und kontrollieren den Gesundheitszustand ihrer Rinder. Das Tierwohl liegt ihnen beiden sehr am Herzen. Und auch die Transparenz für den Verbraucher. Bei Führungen auf dem Hof geben sie Einblicke in ihren Betrieb. Außerdem bieten sie Kuhpatenschaften an: Der Pate kann dann die komplette Aufzucht vom Kalb bis zur Schlachtung mitverfolgen und wird von Claudia regelmäßig mit Fotos und Infos über das Tier versorgt.
Das nächste Projekt des jungen Paares: eine Schlachterei auf dem Hof, damit wirklich alle Produktionsschritte auf dem eigenen Hof stattfinden.

Moderner Betrieb, moderne Landfrau
Claudia ist eigentlich Sozialpädagogin, doch nach der Geburt ihres ersten Kindes ist sie voll mit in den Familienbetrieb eingestiegen. Es gibt eine klare Aufgabenverteilung: Heiner ist hauptsächlich für die Rinder zuständig, Claudia kümmert sich um alles Organisatorische und die Tier-Patenschaften. Doch alle Entscheidungen treffen Claudia und Heiner gleichberechtigt.

Auch rund um die eigentliche landwirtschaftliche Arbeit ist viel zu tun: Das Paar hat drei kleine Kinder, um die sich Claudia mit viel Engagement und Liebe kümmert. Claudia ist es wichtig, ihnen die Werte einer Großfamilie und eines Familienbetriebes zu vermitteln.
Jeden Mittag heißt es außerdem „Essen mit alle Mann“. Dann kocht Claudia für die Familie und die Arbeiter am Hof. Das macht sie gerne, denn Kochen ist ihr Hobby. Mittags muss es natürlich schnell gehen, umso mehr freut sie sich, die Landfrauen mit einem besonderem Essen verwöhnen zu können.

Vorspeise von Claudia Keil: Rote-Beete-Carpaccio mit Feldsalat und Rindertatar

Die Vorspeise: Rote-Beete-Carpaccio mit Rindertatar

Selbstverständlich darf in ihrem Land und lecker-Menü das hauseigene Fleisch nicht fehlen. Zur Vorspeise gibt es daher Rote-Beete-Carpaccio mit Feldsalat und Rindertatar und als Hauptgang zweierlei Steak vom Grill. Als süßen Abschluss serviert Claudia Schokotörtchen und Zitronensorbet.

Weitere Infos: www.hof-keil.de

Stand: 19.04.2018, 16:05

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