Dittsche Staffel 29 - Folge 1

Dittsche - Coronavirus - Hopp-Transparent - Hertha BSC - Gast: Knut Hartmann (252) Dittsche 01.03.2020 28:59 Min. Verfügbar bis 01.03.2021 WDR Von Olli Dittrich

Dittsche Staffel 29 - Folge 1

Themen: - Corona-Virus - Hopp-Transparent - Hertha BSC - Gast: Knut Hartmann

Chefvisite! Dittsche (Olli Dittrich) betritt mit einer selbstgebauten Kaffeefilter-Atemmaske die Grillstation und begrüßt Jens (Jens Lindschau) per Ellbogen. Sogar in der Bundesliga machen die Spieler das ja auch schon so. Ingo (Jon-Flemming Olsen) wundert sich, ob Dittsche mit seiner Maske überhaupt sein Hobel trinken könne? Der will aber zunächst wissen, ob Ingo sich auch ordnungsgemäß seine Hände gewaschen habe, obwohl, „das is ja sowieso ne glatte Oberfläche, da hält sich das nun nicht so lang.“ Weil es nirgends mehr Masken zu kaufen gibt, hat Dittsche aus einem Kaffeefilter und dem Gummiband seiner alten Unterhose eine Maske ausgetüftelt. Als Lebensmittellieferant müsste Ingo ja eigentlich auch eine Maske tragen. Er sei ja ein Wirt. Ingo versucht, den Schumilettenträger zu beruhigen, und klärt ihn auf, dass er zwar Wirt sei, das aber nichts mit dem Virus zu tun habe. Er könne ja ein Doppelwirt sein, ein Wirtwirt, entgegnet Dittsche. Da müsse er doch ne Maske tragen.

Ein Mann mit einer Atemmaske

Ingo will wissen, wieso man sich ein Gummiband vonne Unterhose um den Kopf schnalle. „Es bleibt mir ja wohl bitte unbenommen. Andere Menschen setzen sich ne Unterhose auf den Kopp!“ entgegnet Dittsche. Sein Gummiband vonne Unterhose, „das is ma sag’n flexibel, da kenn ich die Haltbarkeit und den Grip, der ist mir geläufig.“ Dittsche prüft aus Angst nochmal seine Tüte. Nicht, dass Ingo ihm da Corona Bier eingepackt hat, um seine Restbestände loszuwerden. Ingo findet, dass die ganze Panikmache Quatsch sei, „die Leudde gehen doch nicht reihenweise tot dabei.“ Dittsche aber ist überzeugt, dass das Virus als Geschmacksverstärker im Bier steckt. In Coca Cola sei ja früher auch Kokain drin gewesen und in Giftschlangensalbe sei das Gift ja auch nicht schlimm in der richtigen Dosis, in Camembert sind auch Pilze drin. „Pilze, Amöben, Bakterien, Viren – das ganze Programm!“ Das Virus mache im Corona Bier dieses leicht würzige Kratzen im Hals.

Ein Mann mit mit einer Flasche Bier

Auf jeden Fall müsse man jetzt trotzdem Vorkehrungen treffen, meint der Bademantelträger. In der Bahn zum Beispiel sollten Bahnmitarbeiter ab jetzt auch jeden Verdachtsfall melden. Aber es benötige doch einen Arzt und ein Labor. Wie soll denn ein reiner Schaffner wissen, wo ein Verdachtsfall sei? Die Symptome seien ja wie bei einer Grippe, da könne man doch keinen Schaffner beauftragen, Corona Viren zu beurteilen! „Das führt ja zu der Denunzierung her“, befürchtet Dittsche. Wenn die Passagiere jetzt anfingen, beim Schaffner andere Reisende zu melden, um dann die guten Plätze abzustauben. Ingo solle auch lieber mal Vorkehrungen treffen. Falls sein Laden mit „Fladderband“ abgesperrt und unter Quarantäne gestellt werde, könne er ja seine Frikadellen und Würste mit einem Eierschneider in feine Scheiben schneiden, die Eingangstür anhobeln und dann alles unter der Tür durchschieben - wie beim Nachtschalter auffe Tanke.

Giovanni hat Dittsche letztens jedenfalls erklärt, was die größte Gefahr beim Corona Virus sei: Auf dem Gemüsegroßmarkt habe ihm Rachid erzählt, dass sein Vater ihm übers Inderné-Telefon erzählt hätte, dass er in der indischen Tageszeitung „O Heraldo“ gelesen habe, dass die größte Gefahr im Moment für den Menschen von Luftpolsterfolie aus China ausgehe. Die dürfe man auf keinen Fall aufknacken, weil da verseuchte Luft drinne sei – laut „O Heraldo“. „Dann machste das eben nicht“, liefert Ingo umgehend die Lösung. „Aber es ist ne leichte Sucht, man macht das gerne“, widerspricht ihm der Bademantelträger. Aber wie kommt die verseuchte Luft überhaupt in die kleinen Kammern rein, wundert sich der Dittsche. Wahrscheinlich puste die da jemand rein, meint Jens. „Bidde!“ – da stecke doch ein Lufteinführwerk dahinter, glaubt Dittsche. Dort säßen dann ganz viele Chinesen und pusten die Luft mit eine Strohhalm hinein. Aber in dem Werk würden ja nicht nur Folien hergestellt, sondern auch Gummibälle aus China und Luftmatratzen! Bidde, deswegen hat Dittsche natürlich sofort bei den Kargers im Keller nachgeschaut, die haben ja auch so ne Sommerausstattung.

Vier Männer stehen an einer Imbisstheke

Der besorgte Schumilettenträger hatte sich ja sofort gedacht, „dass da Gefahr im Verzuch is.“ Und siehe da: Made in China. Deshalb wollte Dittsche die Sommerinsel von Herr Karger umgehend desinfizieren. Aus seinem Trichter-Sortiment hat er den passenden rausgesucht, Domestos in die Insel eingefüllt und dann geschüttelt soweit es ging. Aber da stand Herr Karger plötzlich „in flagranti“ und hat sich aber wieder so aufgeregt. Dittsche hat sich daraufhin einen Scherz mit Herrn Karger erlaubt und gesagt: „Herr Karger, nun, beruhigen Sie sich mal, es sind stürmische Zeiten. Kaufen Sie sich ma ‘n Hamster. Hamsterkäufe beruhigen zur Zeit.“

Knut Hartmann betritt die Grillstation und begrüßt die anderen aus der Ferne: „Man soll sich freundlich zuwinken.“ Dittsche fragt Knut, ob er denn das Hopp-Transparent beim Bundesligaspiel gesehen habe. „Die sind doch alle nicht mehr ganz dicht,“ meint Dittsche. Es sei eine Kultur des Denunzierens. Zunächst hatte der HSV-Fan aber Jürgen Klinsmann hinter der ganzen Nummer vermutet. Der habe doch auch einen an der Waffel und sei ein bisschen wie der Joker. Klinsi war ja jetzt auch Hertha-Trainer für 76 Tage. Dittsche war das ganze allerdings ein wenig suspekt und jetzt seien angeblich auch noch seine Tagebücher „geliecht worden wie dieser Assange oder so.“ Dittsche glaubt, das wäre alles absichtlich passiert und Klinsi sei in Wahrheit „3,4,5 Mal über Bande“ von Angela Merkel als Troublemaker engagiert worden, um Tabula Rasa im Vorstand von Hertha zu machen, „das hab ich bei Dallas ma gesehen früher.“

Zwei Männer stehen an einer Imbisstheke

Gemeinsam mit Investor Lars Windhorst, der ja ein Zögling von Helmut Kohl ist, hätten die beiden demnach das Hertha-Präsidium öffentlich fertig machen sollen, bis es freiwillig zurücktreten würde – als Exit-Strategie der Kanzlerin. Anschließend würde Angela Merkel die Funktion als Präsidentin beim Hauptstadtklub übernehmen, wenn ihre Kanzlerschaft endet. Knut fügt hinzu, dass man den Verein ja dann von Hertha in Angela BSC Berlin umbenennen könnte. „Das is ne Weltidee“, findet auch Dittsche. Und Klinsi würde dann durch Merkels Hand, vorbei „anne normalen demoktratischen Gesetzen“ Präsident vonne Fifa. In Deutschland kriege er ja eh keinen Job mehr, der sei ja jetzt „in der Öffentlichkeit komplett fertig düpiert.“ Dass sie das kann, hat Merkel ja auch schon bei Ursula von der Leyen bewiesen, „da kann er dann von da wieder alle Leute piesacken.“ Er lächelt zwar immer, aber „wenn man sich den Klinsmann so anguckt, es ist der Joker, es ist der Joker.“

Stand: 02.03.2020, 00:50

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