Die Beauftragte für Integration und kulturelle Vielfalt des WDR

Die neue Integrationsbeauftragte des WDR IVA Krtalic

Vielfalt ist gelebter Alltag

Die Beauftragte für Integration und kulturelle Vielfalt des WDR

Als Landessender sehen wir im WDR die interkulturelle Mischung als gesellschaftliche Normalität im Sendegebiet. Es ist unser Ziel, diese Normalität in unseren Programmen und in der Belegschaft zu spiegeln, sie als Prozess der gesellschaftlichen Modernisierung zu sehen und in allen Bereichen zur interkulturellen Öffnung und Teilhabe beizutragen.

Integration und kulturelle Vielfalt sind im WDR nicht eine Zielgruppenfrage, sondern eine zentrale Aufgabe für die Entwicklung eines Programms für alle. Diese Aufgabe speist sich aus den tiefgreifenden Veränderungen unseres Publikums und ist im Wertekanon unserer Organisationsstruktur verankert. Weltoffenheit, Unabhängigkeit und soziale Verantwortung gehören zu dieser Tradition.

Profil- und Aufgabenbereich

Die Beauftragte für Integration und interkulturelle Vielfalt begleitet und gestaltet die Umsetzung dieser Ziele des WDR intern und extern. Sie unterstützt die fundierte Diskussion um die Fragen, die die aktuellen Diskussionen in der Öffentlichkeit an die journalistische Praxis stellen, und bietet eine Plattform dafür, im WDR und in der Vernetzung mit anderen Akteuren. Sie verfolgt das Ziel, die Sichtweisen und Kenntnisse der Menschen, die die interkulturelle Vielfalt und Mischung im Sendegebiet leben, noch stärker in den Programmen, im Personal und als Publikum zum Ausdruck zu bringen.

Zu den Aufgaben der Integrationsbeauftragten gehören:

  • Ansprechpartnerin und Kontaktstelle des WDR für Politik, Medien und Forschung auf Landes-, Bundes- und Europaebene in punkto Medien, Integration und interkulturelle Vielfalt. Ansprechpartnerin für WDR-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, und Führungskräfte bei interkulturellen Fragen von Programm- und Personalentwicklung
  • Konzipierung und Organisation von Diskussionsrunden und Fachtagungen über Kernfragen der Integrationsdebatte, des interkulturellen Lebens und des medialen Umgangs damit, beispielsweise die WDR Impulsgespräche
  • Entwicklung von Maßnahmen in Zusammenarbeit mit Programm, Aus- und Fortbildung und Personalabteilung zur Erweiterung der interkulturellen Kompetenzen der Belegschaft, darunter die Konzipierung und Durchführung von Fortbildungsangeboten zum Thema interkulturelle Kompetenzen, beispielsweise in der Volontärsausbildung oder der Führungskräfteschulung
  • Unterstützung der Programme im Bereich der interkulturellen Vielfalt, beispielsweise durch die Erstellung einer Datenbank von Expertinnen und Experten mit Migrationsgeschichte, die den Programmen zur Verfügung steht, das gezielte Monitoring von Programmangeboten, oder die Organisation von AGs zu spezifischen Fragen der journalistischen Praxis
  • Arbeit an der Gewinnung und Förderung von Journalistinnen und Journalisten mit Zuwanderungsgeschichte für den WDR, beispielsweise durch die Talentwerkstatt WDR grenzenlos, eine Professionalisierungsmaßnahme für junge Medienschaffende aus Einwandererfamilien, in Zusammenarbeit mit der Aus- und Fortbildungsredaktion
  • Zusammenarbeit mit der Medienforschung, um programmrelevante Erkenntnisse im Umgang mit dem Thema zu gewinnen, beispielsweise über die Nutzungsmuster und Rezeption von Programmen in der Einwanderungsgesellschaft
  • Entwicklung und Pflege von Instrumenten zur Evaluierung von Fortschritten und möglichen Hindernissen bei der Umsetzung der Integrationsziele, beispielsweise die freiwillige Selbstauskunft bei Neueinstellungen
  • Erstellung eines regelmäßigen Integrationsberichts für die Geschäftsleitung und die Gremien
  • Vernetzung und Zusammenarbeit mit anderen Medien und medienpolitischen Akteuren im Bereich der interkulturellen Vielfalt und Öffnung, unter anderen auf der Ebene der ARD und der EBU
  • Teilnahme an wissenschaftlichen und Fachkonferenzen zu verschiedenen Themen der interkulturellen Vielfalt und Medienpolitik und Praxis.

Mitgliedschaften und Aktivitäten

Der WDR ist seit 2007 als erster öffentlich-rechtlicher Sender Unterzeichner der von Bundeskanzlerin Angela Merkel initiierten Charta der Vielfalt. Die Unterzeichner verpflichten sich, in ihren Betrieben kulturelle Vielfalt anzuerkennen und wertzuschätzen und damit ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen ist.

2013 ist der WDR der Landesinitiative Vielfalt verbindet beigetreten. Ziel der Partnerinitiative ist es, die interkulturelle Öffnung von Landesverwaltung und Unternehmen in NRW voranzutreiben. Kernziele sind die Gewinnung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Zuwanderungsgeschichte und interkulturelle Kompetenzerweiterung der Beschäftigten.

Der WDR ist seit 2018 im Beirat der Landesregierung NRW für Teilhabe und Integration vertreten. Der Beirat gestaltet einen strukturierten Dialog verschiedener gesellschaftlicher Akteure, um über die Chancen und Probleme von Einwanderung und Integration zu diskutieren.