Die Beauftragte für Integration und kulturelle Vielfalt des WDR

Die neue Integrationsbeauftragte des WDR IVA Krtalic

Vielfalt ist gelebter Alltag

Die Beauftragte für Integration und kulturelle Vielfalt des WDR

Der WDR versteht seinen Integrationsauftrag grundsätzlich als Querschnittsaufgabe.
Ziel ist es, die alltäglich gelebte kulturelle Vielfalt des Sendegebietes als Teil der gesellschaftlichen Normalität in allen Programmen und in der Belegschaft zu spiegeln.

Integration und Vielfalt sind im WDR nicht eine Zielgruppenfrage, sondern eine zentrale Aufgabe für die Entwicklung eines Programms für alle. Diese Aufgabe speist sich aus den tiefgreifenden Veränderungen unseres Publikums und ist im Wertekanon unserer Unternehmenskultur verankert. Weltoffenheit, Unabhängigkeit und soziale Verantwortung gehören zu dieser Tradition. Daraus entsteht das Selbstverständliche, das Nachhaltige und auch das Authentische, das unser Commitment in dieser Schlüsselfrage ausmacht.

Profil- und Aufgabenbereich

Im Mai 2003 wurde Gualtiero Zambonini vom damaligen Intendanten Fritz Pleitgen zum ersten hauptamtlichen Integrationsbeauftragten in der deutschen Medienlandschaft berufen. Iva Krtalic trat im September 2016 seine Nachfolge als Integrationsbeauftragte des WDR an.

Die Integrationsbeauftragte begleitet und gestaltet die Umsetzung der Integrationsziele des WDR intern und extern. Zu ihren Aufgaben gehören:

  • Ansprechpartnerin und Kontaktstelle des WDR für Politik, Medien und Forschung auf Landes-, Bundes- und Europaebene in punkto Medien, Integration und kulturelle Vielfalt.
  • Konzipierung und Organisation von Diskussionsrunden und Fachtagungen über Kernfragen der Integrationsdebatte und über Vielfalt als Innovationskraft in der deutschen Einwanderungsgesellschaft.
  • Entwicklung von Maßnahmen in Zusammenarbeit mit Programm, Aus- und Fortbildung und Personalabteilung zur Erweiterung der interkulturellen Kompetenz der Mitarbeiterschaft.
  • Arbeit an der Gewinnung und Förderung von JournalistInnen und Mitarbeitenden mit Zuwanderungsgeschichte für den WDR.
  • Zusammenarbeit mit der Medienforschung, um programmrelevante Erkenntnisse im Umgang mit dem Thema zu gewinnen.
  • Erstellung eines regelmäßigen Integrationsberichts für die Geschäftsleitung und die Gremien.
  • Entwicklung und Pflege von Instrumenten zur Evaluierung von Fortschritten und möglichen Hindernissen bei der Umsetzung der Integrationsziele (z.B. freiwillige Selbstauskunft bei Neueinstellungen).
  • Ansprechpartnerin für WDR-MitarbeiterInnen und Führungskräfte bei interkulturellen Fragen von Programm- und Personalentwicklung.

Charta der Vielfalt

Im März 2007 unterzeichnete der damalige Integrationsbeauftragte Gualtiero Zambonini stellvertretend für den WDR die von Bundeskanzlerin Angela Merkel initiierte "Charta der Vielfalt". Die Unterzeichner verpflichten sich, in ihren Betrieben kulturelle Vielfalt anzuerkennen und wertzuschätzen und damit ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen ist. Der WDR ist die erste öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt, die der Initiative beigetreten ist.

Vielfalt verbindet

Im Juni 2013 ist der WDR der Landesinitiative "Vielfalt verbindet" beigetreten. Ziel der Partnerinitiative ist es, die interkulturelle Öffnung von Landesverwaltung und Unternehmen in NRW voranzutreiben. Kernziele sind die Gewinnung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Zuwanderungsgeschichte und interkulturelle Kompetenzerweiterung der Beschäftigten.