Die Beauftragte für Gleichstellung des WDR

Britta Frielingsdorf

Seit mehr als 30 Jahren ein Unternehmensziel

Die Beauftragte für Gleichstellung des WDR

Gleichstellung in der Belegschaft und im Programm ist Ziel des WDR. Als erste Landesrundfunkanstalt hat der WDR bereits 1989 eine hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte berufen.

Mit dem statistisch vergleichenden "Bericht zur Situation der Mitarbeiterinnen im WDR" fing 1981 alles an. Daraus entstand zunächst ein Zielpapier und dann der erste Frauenförderplan. 1989 war der WDR die erste Landesrundfunkanstalt, die zur Einhaltung dieses Frauenförderplans eine hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte berief. Seitdem ist es Unternehmensziel, die Chancengleichheit für Frauen und Männer in allen beruflichen Bereichen, Vergütungsgruppen und auf allen hierarchischen Ebenen zu erreichen.

Gleichstellungsplan

Seit 2002 ist nach den Vorgaben des Landesgleichstellungsgesetzes (LGG) NRW die Fortschreibung des Gleichstellungsplans (vormals Frauenförderplan) beim WDR verpflichtend. Im Mai 2018 trat die fünfte Fortschreibung mit einer Geltungsdauer bis Ende Oktober 2022 in Kraft. Darin werden verschiedene Maßnahmen in den Fokus gestellt, um noch bestehende Ungleichgewichte abzubauen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für alle Beschäftigten zu verbessern.

Ein Ziel des WDR ist die weitere Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen. Hier hat sich der WDR im Jahr 2014 erstmals zur Einhaltung einer Quote verpflichtet: Trotz einer geplanten Verringerung von Planstellen für die folgenden Jahre sollte der Frauenanteil in Führungspositionen in Höhe von 35 Prozent bis 2020 gehalten und nach Möglichkeit ausgebaut werden. 2020 sind 42 Prozent der Führungskräfte im WDR Frauen.

Ein weiteres Ziel ist die Erhöhung des Frauenanteils im technischen Bereich, also im Ingenieurwesen und in der IT. Auch in den entsprechenden Ausbildungsberufen wie Fachinformatiker*in, Anwendungsentwicklung und Systemintegration sollen mehr junge Frauen beschäftigt werden. Mit der Beteiligung des WDR am Girls' Day und der sogenannten MINT-Akademie können Teilnehmerinnen die Tätigkeiten von Ingenieur*innen und Informatiker*innen kennenlernen und ihr Berufswahlspektrum erweitern.

Die Beauftragte für Gleichstellung          

Die Position muss laut Landesgleichstellungsgesetz NRW mit einer Frau besetzt werden. Die Beauftragte für Gleichstellung achtet auf die Einhaltung der im Gleichstellungsplan verankerten Maßnahmen und Zielsetzungen. Sie unterstützt die Verwirklichung der beruflichen Gleichstellung von Frauen und Männern sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Zusammenarbeit mit allen zuständigen Bereichen innerhalb des WDR. Sie erstellt jährlich den WDR Gleichstellungsbericht, der dem Rundfunkrat vorgelegt wird.