Die Einführung des Farbfernsehens 1967

Walter Bruch, der Erfinder des PAL-Systems

Rundfunk gestern

Die Einführung des Farbfernsehens 1967

So beschloss die ARD Ende 1962, beim WDR ein Farbfernsehversuchslabor einzurichten, um die Voraussetzungen für einen offiziellen Farbfernsehbetrieb zu testen. Die Laborleitung übernahm der spätere Chefingenieur des WDR, Prof. Dr. Franz Josef In der Smitten.

1967 konnten sich lediglich 6.000 Haushalte einen Farbfernseher leisten. Erst durch die Fußball-Weltmeisterschaft 1974 wurde ein „Boom“ ausgelöst: Jeder zehnte Haushalt sah mittlerweile die Spiele in Farbe. 1977, im Jahr der ersten Farbübertragung aus dem Bonner Bundestag, schaute dann schon die halbe Republik bunt. Endgültig etabliert in deutschen Haushalten war der Farbfernseher erst in den 1980ern - zwei Jahrzehnte nach dem legendären Knopfdruck Willy Brandts.

Die Filmdokumentation: Das Farbfernsehen erobert Deutschland

Die vom WDR in HDTV produzierte Dokumentation zeigt die TV-Pioniere und ihre Arbeiten im WDR-Farbfernsehversuchslabor - vom Beginn 1963 bis zur ersten Sendung in Farbe 1967 - mit den Schwerpunkten der Interview-Erzählung, der Geräte-Darstellung und der Einordnung in die Technik- und Medien-Geschichte. Den historischen Originalzusammenhang veranschaulicht eine mittels 3-D-Animation erstellte Miniaturkonstruktion des Labors. Den circa 30-minütigen Dokumentarfilm haben die Direktion Produktion und Technik und die Öffentlichkeitsarbeit des WDR zusammen mit Prof. Dr. Franz Josef In der Smitten gedreht.

Die Dokumentation "Das Farbfernsehen erobert Deutschland" wurde am 29. September 2008 um 9.00 Uhr im WDR Fernsehen gezeigt und ist zusammen mit vielen der damaligen Geräte heute an der Bergischen Universität Wuppertal anzuschauen. Eine Besichtigung mit fachkundiger Führung und Vorführung der Filmdokumentation ist für Besucher möglich.

Terminanfragen bitte per Mail an hffl@lists.uni-wuppertal.de.