6. Juli 1946 - Geburtstag von Sylvester Stallone

Sylvester Stallone als Rambo

6. Juli 1946 - Geburtstag von Sylvester Stallone

Sylvester Stallone ist ein Leinwandstar, und das im doppelten Sinn des Worts. Zum einen füllt er mit Filmen wie "Rocky" (1976) oder "Rambo" (1982) die Kinosäle. Zum anderen verdiente er mit Gemälden inzwischen eine Million Dollar. 2010 hat der Schauspieler, der einen IQ von 141 haben soll, seine erste große Retrospektive als Maler in St. Moritz. Von dort aus wanderten die 30 Gemälde ins Russischen Museum nach Sankt Petersburg.

Mit seinen Gemälden begebe sich Stallone auf die "Suche nach seinem wahren Ich", schreibt der New Yorker Kunstkritiker Donald Kuspit im Ausstellungskatalog: "Dem Ich, das man leicht verliert, wenn man solch stolze Kreaturen wie Rambo oder Rocky spielt.“

Ein Verlierer boxt sich durch

Geboren wird Sylvester Gardenzio Stallone am 6. Juli 1946 in New York. Bei der Geburt klemmt die Nabelschnur einen Nerv ab, was eine linksseitige Gesichtslähmung verursacht. "Ich bin mit diesem schiefen Mund zur Welt gekommen", sagt Stallone später. "Und dann dachte ich, ich schaffe es nie." Tatsächlich sieht alles zunächst nach einer Verliererbiografie aus. Stallone leidet unter dem Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS), wird von zwölf Schulen geschmissen, landet schließlich auf einer Lehranstalt für schwer erziehbare Jugendliche. Erfolglos versucht er sich als Autor, nimmt kleine Nebenrollen an und spielt in Softpornos mit, um die Miete zahlen zu können.

1974 sieht Stallone den Weltmeisterschafts-Boxkampf zwischen Muhammad Ali und George Foreman im Fernsehen. Dabei hat er die beste Idee seines Lebens. In dreieinhalb Tagen schreibt er das Skript für "Rocky", für das ihm Produzenten über 300.000 Dollar bieten. Stallone aber besteht darauf, die Hauptrolle zu spielen. Bis seine Forderungen erfüllt sind, muss er geduldig warten. Als "Rocky" dann in die Kinos kommt, macht er Stallone über Nacht weltberühmt. Drei Oscars gewinnt der Film.

Schlechtester Schauspieler des 20. Jahrhunderts?

Nach dem Erfolg dreht Stallone noch mehrere "Rocky"-Fortsetzungen, dann wird es still um ihn. Erst die Geschichte des Vietnam-Veteranen John Rambo, der bei seiner Rückkehr auf Ablehnung stößt und mit gewaltsamen Mitteln für Gerechtigkeit kämpft, bringt ihn Anfang der 80er Jahre zurück ins Geschäft. Seinem Motto "Alle sechs Minuten muss jemand abkratzen" bleibt er auch in den Fortsetzungen treu.

"Rambo" macht Stallone zum bestbezahltesten Schauspieler der Welt, dessen gestählten Körper die Kamera in langen Nahaufnahmen als erotische Kampfmaschine inszeniert. Sprechen muss er wenig, was ihm nicht nur Fans beschert. "Ich mag ihn, obwohl er den selben dummen Film immer wieder macht", sagt etwa Cher, und im Jahr 2000 wird er mit der Goldenen Himbeere für die schlechteste schauspielerische Leistung des ganzen 20. Jahrhunderts ausgezeichnet. 2015 erhält Stallone allerdings einen Golden Globe Award als bester Nebendarsteller und eine Oscar-Nominierung für seine Rolle in "Creed – Rockys Vermächtnis".

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Stand: 06.07.2016, 00:00

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