10. Mai 1960 - U2-Sänger Bono wird geboren

Stichtag 24.Mai 1960:  Geburtstag Paul David Hewson (Bono), Sänger von "U2"

10. Mai 1960 - U2-Sänger Bono wird geboren

Fans und Fachwelt sind völlig aus dem Häuschen, als U2 zu Beginn der 80er Jahre die Rockwelt erobern: Die jungen Iren spielen mit einer solchen Energie und aus einem Guss - so wie einst "The Who".

Das Gesicht und Star der Band ist der am 10. Mai 1960 geborene Sänger Bono Vox, der als Paul David Hewson in einem berüchtigten Viertel der Dubliner Northside aufwächst.

Schöne Stimme und große Klappe

Den Namen "Bono Vox" verpassen ihm Schulfreunde nach einem Hörgeräteladen "Bona Vox" in der Dubliner Innenstadt. Bono Vox bedeute gleichzeitig "gute Stimme" und "große Klappe", erzählt U2-Schlagzeuger Larry Mullen, der 1976 per Aushang in der Schule Mitspieler für eine Rockband sucht.

Es ist der Start für Bonos unvergleichliche Karriere als Sänger, Gitarrist, Texter und Komponist. Zusammen mit Dave Evans, einem talentierten Gitarristen, und Adam Clayton, der die Bass-Gitarre mitbringt, wird U2 bald über Irland hinaus bekannt.

U2 wird zum Weltstar

Die dritte Platte "War" bringt 1983 den endgültigen Durchbruch: Rockhymnen mit sehr politischen Texten, die Gewalt, Ungerechtigkeit und den irischen Bürgerkrieg anprangern - von Bono leidenschaftlich gesungen. Dabei kann er angeblich bis heute nicht Notenlesen.

Der Sänger macht keinen Hehl daraus, dass er auf die anderen Bandmitglieder angewiesen ist. Außergewöhnlich ist auch, dass die Band seit rund vier Jahrzehnten in der gleichen Besetzung existiert und es keine öffentlichen Streits gibt.

Superstar jenseits der Bühne

Ihr Geheimrezept? "Wir waren Freunde, bevor wir eine Band wurden", meint Gitarrist David Evans. Die eingespielten Millionen werden seit jeher in gleicher Höhe durch die vier Musiker und den Manager geteilt. So tolerieren die anderen U2-Mitglieder auch Bonos Aufstieg abseits der Musik zum Weltverbesserer.

Seit dem "Live-Aid"-Konzert für Afrika 1985 erhebt Bono seine Stimme auch gegen Hunger, Durst, Armut, Krieg, Atomkraft oder AIDS; für Schuldenerlass, Großkatzen und Blauwale. Er trifft Poliker und Konzernchefs, die versprechen, mehr zu tun und Bono für ihr Image benutzen.

"Wir lieben den Streit"

Die Kritik, die er dafür von vielen Seiten einsteckt, ist ihm egal: "Wir sind robuste Iren. Wir lieben den Streit. Von allen gemocht zu werden, führt zu gar nichts", sagt Bono.

Er wird leiser, als sein Name 2017 in Verbindung mit Briefkastenfirmen auf Guernsey und Malta auftaucht. "Ich bin erschüttert. Das ist ohne mein Wissen geschehen", beteuert Bono kleinlaut. Seither hat der Sänger die Zahl seiner politischen Auftritte zurückgefahren.

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Stand: 10.05.2020, 00:00