Rudi Assauer ist tot: Fußball-Macho mit Herz

Rudi Assauer ist tot: Fußball-Macho mit Herz

Von Christian Hornung

  • Fußballmanager-Legende Rudi Assauer im Alter von 74 Jahren gestorben
  • Geschichte von Schalke 04 maßgeblich geprägt
  • Machtmensch und Macho
Kommentare (2)

Die Fußball-Bundesliga hat eine ihrer herausragenden Persönlichkeiten verloren: Rudi Assauer, langjähriger Manager von Schalke 04, ist am Mittwoch (06.02.2019) im Alter von 74 Jahren gestorben.

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Was vielleicht die wenigsten Fußballfans wissen und vor allem viele Schalker gern verdrängen: Der gebürtige Sulzbacher Rudi Assauer hat als aktiver Profi nie für Schalke gespielt, sondern nach seiner Jugendzeit bei der SpVgg Herten ausgerechnet beim Erzrivalen Borussia Dortmund seine Karriere gestartet.

Assauer trägt von 1964 bis 1970 das Trikot der Schwarz-Gelben, steht in der Bundesliga 119 Mal für den BVB auf dem Platz und ist bis zu seinem Tod auch Vereinsmitglied. Während seiner Zeit in Dortmund gewinnt Assauer 1965 den DFB-Pokal, 1966 in Glasgow das Europapokal-Finale gegen den FC Liverpool und wird in der Liga Vize-Meister.

Kompromissloser Verteidiger

Rudi Assauer (r.) Spielszene 1968  BVB Dortmund gegen Werder Bremen

1970 wechselt der als kompromisslos bekannte Verteidiger zu Werder Bremen, bleibt sechs Jahre an der Weser und absolviert dort 188 Spiele. Sofort nach seiner aktiven Zeit wechselt er ins Management der Bremer und bestimmt bis 1981 die sportlichen Geschicke des Klubs.

Am 15. Mai 1981 beginnt dann Assauers Ära "auf" Schalke, wie sie im Revier sagen. Seine erste Amtszeit endet zwar 1986 abrupt mit seiner Entlassung, doch über einen Umweg in Oldenburg heuert er 1993 erneut bei Schalke an.

Schulden und Machtkämpfe

Assauer findet damals einen Scherbenhaufen vor: Schalke ist extrem überschuldet, steht kurz davor, die Lizenz für die Bundesliga zu verlieren. Auch sportlich droht der Abstieg, und auf der Vorstandsetage werden Machtkämpfe öffentlich ausgetragen.

Der neue alte Manager prägt damals einen der vielen Sätze, die den Fußballfans bis heute in Erinnerung sind: "Entweder, ich schaffe Schalke. Oder Schalke schafft mich."

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Schalke geschafft

Klare Antwort: Er schafft Schalke. Assauer konsolidiert an der Seite seiner Vorstandskollegen die Finanzen des Vereins, er ist maßgeblich verantwortlich für den Bau des neuen Stadions, den der Verein in Eigenleistung und zeitweise sogar gegen den Widerstand der Stadt Gelsenkirchen stemmt.

Lesen Sie im 2. Teil des Nachrufs: Letzter Macho der Bundesliga

Lesen Sie im 3. Teil des Nachrufs: Assauers schwieriger Rückzug

Stand: 06.02.2019, 19:09

Kommentare zum Thema

2 Kommentare

  • 2 Max 07.02.2019, 15:39 Uhr

    Im Moment geht es mir auch sehr schlecht da meine Mutter heute gestorben ist da kann man mit den Fans großes Mitgefül haben.Ich erlebte das zum ersten Mal

  • 1 klaudia.warken@saarstahlbau.de 07.02.2019, 11:42 Uhr

    Leider ist eine der letzten Legenden im Fußball viel zu früh verstorben ! Dann war er auch noch gebürtiger Saarländer, wie ich auch . Ruhe in Frieden ! Du hast Schalke deine Handschrift hinterlassen ! Danke - Rudi !!