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Der Dramatiker und Regisseur George Tabori

24. Mai 1914 - Geburt des Schriftstellers und Regisseurs George Tabori

Theater ist sein Leben. Dabei nimmt George Tabori selbst die schwersten Themen mit Humor. Jahrzehntelang hilft er den Deutschen mit Dramen und Inszenierungen bei der Vergangenheitsbewältigung.

Begnadeter Schriftsteller und Theaterkönig: George Tabori

WDR Zeitzeichen 24.05.2024 14:48 Min. Verfügbar bis 25.05.2099 WDR 5


Wie lautet der kürzeste deutsche Witz? "Auschwitz". Da, wo für viele der Spaß aufhört, macht George Tabori einfach weiter. Mit schwarzem Humor und politisch völlig unkorrekt nutzt der jüdische Journalist, Autor und Theatermacher seine Kunst zeitlebens auch dazu, die Erinnerung an den Holocaust wachzuhalten.
Sarkasmus ist dabei Taboris Strategie, die eigene Lebenstragödie auszuhalten: Am 24. Mai 1914 als György Tabori in Budapest geboren, lebt der wortgewandte Künstler im Laufe seines Lebens in 17 Ländern. Sein Vater und große Teile seiner jüdischen Familie werden in Auschwitz ermordet. Tabori selbst überlebt den Holocaust in Großbritannien.
Für sein Schaffen erhält der Theatermann zahlreiche Preise - unter anderem darf er 1992 als erster nichtdeutschsprachiger Autor den Georg-Büchner-Preis entgegen nehmen. 2007 stirbt George Tabori im Alter von 93 Jahren in Berlin.

In diesem Zeitzeichen erzählt Jürgen Werth:
  • Durch welches "Wunder" Taboris Mutter Elsa dem Transport nach Auschwitz entkommt,
  • welche Rolle Bertolt Brecht bei Taboris Theaterkarriere spielt,
  • wie ausgerechnet die Farce "Mein Kampf" zu Taboris größtem Erfolg wird,
  • von Taboris Tierliebe - vor allem zu seinem Hund Hapschi.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Wolf Biermann (Liedermacher und Lyriker)
  • George Tabori: Autodafé - George Tabori erzählt aus seinem Leben. Berlin 2023
  • George Tabori: Theaterstücke. München 1994
  • George Tabori: Meine Kämpfe Erzählungen. München 1986
  • Andrea Welker: George Tabori - Dem Gedächtnis, der Trauer und dem Lachen gewidmet. Wien 1994
  • George Tabori: Betrachtungen über das Feigenblatt. Ein Handbuch für Verliebte und Verrückte. Frankfurt am Main 1993

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Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Jürgen Werth
Redaktion: Frank Zirpins

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