11. September 2001 - Die Terroranschläge auf das World Trade Center und das Pentagon

Ein brennender Turm des New Yorker World Trade Center.

11. September 2001 - Die Terroranschläge auf das World Trade Center und das Pentagon

Am 11. September 2001 werden bei Terroranschlägen in den USA fast 3.000 Menschen getötet. Islamistische Terroristen steuern Flugzeuge in das World Trade Center in New York und das Pentagon.

Terroranschläge vom 11.09.2001 (11.09.2001)

WDR ZeitZeichen 11.09.2021 14:49 Min. Verfügbar bis 12.09.2099 WDR 5


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Die Bilder des 11. September 2001 haben sich tief in das kollektive Gedächtnis eingegraben. Drei Flugzeuge, die ins Pentagon und in die beiden Türme des World Trade Centers krachen. Menschen, die in Panik aus den einstürzenden brennenden Türmen in die Tiefe springen.

Unauffällige Täter

New York während der Anschlage vom 11. September 2001

New York während der Anschlage vom 11. September 2001

Die Anschläge sind exakt geplant. Am Morgen des Tages checken in einem Zeitraum von einer knappen Stunde insgesamt 19 Entführer als einfache Passagiere auf vier US-amerikanischen Inlandsflügen ein. Mehrere von ihnen haben kurz zuvor eine Pilotenlizenz erworben.

Porträt von Osama bin Laden

Der Terrorist Osama bin Laden

Die 19 Entführer sind unauffällig und wirken integriert. Die meisten von ihnen stammen aus dem wohlhabenden Saudi-Arabien. Ihr Rädelsführer Mohammed Atta und einige andere haben in Deutschland studiert. Verhängnisvoll wird die religiöse Radikalisierung der jungen Männer, als sie auf die Gewaltfantasien der Islamisten des Terrornetzwerks Al-Kaida stoßen. Gründer des Netzwerks ist Osama bin Laden.

Innerhalb weniger Minuten nach dem Start bringen die Entführer am 11. September 2001 die vier Flugzeuge in ihre Gewalt. Per Bordfunk weisen sie die Passagiere an, Ruhe zu bewahren. Man werde zurückfliegen zum Flughafen. Tatsächlich nehmen die Islamisten jedoch Kurs auf ihr Anschlagsziel - mit drei der vier Maschinen. Im vierten Flugzeug versuchen Passagiere, die Entführer zu überwältigen. Die Maschine stürzt in Shanksville in Pennsylvania ab.

Hohe Symbolkraft der Anschlagsziele

"Das Neue an den Angriffen des 11. September war vor allem die hohe Opferzahl. Bei keinem terroristischen Anschlag der Weltgeschichte starben so viele Menschen wie an diesem Tag", sagt Professor Armin Pfahl-Traughber, Politikwissenschaftler und Extremismusforscher an der Hochschule des Bundes für Öffentliche Verwaltung in Brühl.

Die Gebäude, in die die Selbstmordattentäter die entführten Flugzeuge steuern, haben hohe Symbolkraft. "Die Ziele stehen für konkrete Feindbilder: den ökonomischen und politischen Westen", sagt Pfahl-Traughber über das World Trade Center und das Pentagon.

Luftaufnahme von New York nach den Anschlägen

Luftaufnahme in New York nach den Anschlägen

Fast 3.000 Menschen verlieren an diesem Tag durch die Gewalt der Terroristen ihr Leben. Die USA und die westliche Welt sind wie gelähmt. Dass ein solcher Anschlag im Herzen Amerikas stattfindet, hat man für unmöglich gehalten. Auf Schock und Lähmung folgt Aktionismus. Präsident George W. Bush ruft den Krieg gegen den Terror aus.

Gedenken an die Opfer von 9/11

In den USA ist das Gedenken an die Opfer der Anschläge nicht nur an den Jahrestagen wichtig. In Shanksville, am Pentagon und auf dem Gelände des ehemaligen World Trade Centers wurden Gedenkstätten errichtet, in denen man an 9/11 als eines der bedeutsamsten Ereignisse der amerikanischen Geschichte erinnert.

Autorin des Hörfunkbeitrags: Daniela Wakonigg
Redaktion: Ronald Feisel

Programmtipps:

"ZeitZeichen" auf WDR 5 (9.45 Uhr) und WDR 3 (17.45 Uhr) erinnert am 11. September 2021 an die Terroranschläge auf das World Trade Center und das Pentagon. Das "ZeitZeichen" gibt es auch als Podcast.

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Stand: 01.09.2021, 12:55