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15.08.1969 - Beginn des Woodstock-Festivals

Szene aus dem Dokumentarfilm "Woodstock - Three Days Of Love And Music"

ZeitZeichen

15.08.1969 - Beginn des Woodstock-Festivals

Von Kerstin Hilt

Das Woodstock-Festival steht bis heute für das andere Amerika. Ende der Sechziger metzeln in Vietnam die US-Truppen Zivilisten nieder - aber auf einer Wiese im Bundesstaat New York feiern 400.000 Menschen ein "festival for peace and music". Und was für eins!

Gedacht war es als kommerzielle Unternehmung, die dem Musikproduzenten Michael Lang Geld für ein neues Studio in die Kassen spülen sollte. Mit 60.000 Besuchern rechnete man, eine Million machten sich auf den Weg - nur um bald auf völlig überfüllten Zufahrtsstraßen festzustecken. Der Rest ist Legende, deren Details sich freilich schnell im drogenumwölkten Ungefähr verlieren: Wer mit welchen Songs wann genau auftrat, ist bis heute nicht abschließend geklärt.

Santanas Karriere nahm hier furios Fahrt auf, Janis Joplin enttäuschte, Ravi Shankar brach seinen Auftritt ab, weil ihm zu viel LSD im Spiel war, Canned Heat hatten sich vorher fast getrennt und spielten am Ende das Konzert ihres Lebens.

Und trotz Wolkenbrüchen, Schlammschlachten und geifernden Anwohnern blieb die Stimmung bis zum Ende friedlich. Zumindest ist nichts Gegenteiliges bekannt. Wobei: Wer sich an die Sechziger wirklich erinnern kann, so das bekannte Bonmot, der war wahrscheinlich nicht dabei.

Redaktion: Hildegard Schulte

Die Sendung zum Nachhören und Download

WDR ZeitZeichen 15.08.2014 14:44 Min. Verfügbar bis 12.08.2054 WDR 5

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Stand: 09.03.2016, 14:53