21.04.1954 - Berliner Volksbühne wiedereröffnet

Volksbühne Berlin, 1998

ZeitZeichen

21.04.1954 - Berliner Volksbühne wiedereröffnet

Von Thomas Klug

Der Berliner Bülowplatz - heute Rosa-Luxemburg-Platz - hat Geschichte erlebt: 1923 war er Schauplatz des Scheunenviertelpogroms. Später wurde Erich Mielke hier zum Mörder und die KPD errichtete ihre Parteizentrale. Immer mittendrin ein riesiger Bau: die Volksbühne, errichtet von 1913 bis 1914.

Ein Theater, das einstmals knapp 2000 Plätze fasste. Max Reinhardt und Erwin Piscator wirkten hier. Im zweiten Weltkrieg wurde die Volksbühne zerstört und dann bis 1954 wiederaufgebaut.

Die Wiedereröffnung war am 21. April 1954 - auf dem Spielplan stand Wilhelm Tell von Friedrich Schiller. Im Publikum saß Wilhelm Pieck, der erste Präsident der DDR.

Als sich die DDR von der Weltbühne verabschiedete, leitete Frank Castorf als 19. Intendant die Volksbühne und machte sie zu einem Ort der Fantasie, der Überraschungen und immer wieder überlanger Theaterstücke.

Redaktion: Ronald Feisel

Wiedereröffnung der Volksbühne in Berlin (am 21.04.1954)

WDR ZeitZeichen 21.04.2019 14:49 Min. WDR 5

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Stand: 25.02.2019, 13:39