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04.01.1985 - Erste Leihmutter bringt Kind zur Welt

Eine hochschwangere Frau fasst sich mit beiden Händen an ihren Bauch

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04.01.1985 - Erste Leihmutter bringt Kind zur Welt

Von Steffi Tenhaven

Auf vielen Wegen geht‘s zum Kindersegen. Am 4. Januar 1985 brachte die Britin Kim Cotton in London ein Baby zur Welt; es war nicht ihr eigenes. Die geschäftstüchtige Mutter hatte das Kind für ein ungewollt kinderloses Paar ausgetragen und für ihre Dienste Geld kassiert - rund 6500 britische Pfund, umgerechnet knapp 25.000 Mark.

Hierzu hatte sich Kim Cotton künstlich mit dem Samen eines ihr fremden Mannes befruchten lassen. Diese so genannte Leih- oder Ersatzmutterschaft sorgte für Schlagzeilen und löste auch hierzulande eine Diskussion darüber aus, ob Gebären gegen Geld ein Geschäftsmodell sein darf.

Weltweit erlauben nur wenige Länder die kommerzielle Leihmutterschaft, deutlich mehr Staaten gestatten die Leihmutterschaft aus altruistischen Motiven. In Deutschland schiebt das Embryonenschutzgesetz der Ersatzmutterschaft einen Riegel vor - aus ethischen, sittlichen und moralischen Gründen.

Doch u.a. die Fortschritte in der Fortpflanzungsmedizin befeuern die Diskussion über die Leihmutterschaft immer wieder neu.

Redaktion: Michael Rüger

Leihmutter Kim Cotton bringt Kind zur Welt (am 4.1.1985)

WDR ZeitZeichen 04.01.2020 14:33 Min. Verfügbar bis 01.01.2090 WDR 5

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Stand: 07.11.2019, 15:38