13.03.1138 - Konrad III. wird zum König gekrönt

König Konrad III.

ZeitZeichen

13.03.1138 - Konrad III. wird zum König gekrönt

Von Heiner Wember

Er war der erste Staufer auf dem römisch-deutschen Königsthron. Doch ein glänzender König wurde Konrad nie. Er galt zwar als fromm, aber zum erfolgreichen Herrscher taugte er nicht. Lange Jahre kämpfte er mit Waffengewalt um den Thron. Nachdem Konrad sich durchgesetzt hatte, wurde sein größter Fehler, dass er dem Zeitgeist nachgab.

Der charismatische Zisterzienser-Prediger Bernhard von Clairvaux rief die Massen zu einem zweiten Kreuzzug auf - und Konrad gab dem Drängen schließlich nach. Er zog nach Jerusalem. Ein militärisches Abenteuer und Fiasko.

Die Kaiserkrone bekam er nie. Konrad starb vor dem Krönungstermin an einer Malaria, die er während des Kreuzzuges bekommen hatte. Auch seinen Sohn Heinrich konnte er nicht zu seinem Nachfolger machen. Denn der starb noch vor seinem Vater.

Die deutschen Herrscher wählten schließlich Konrads Neffen auf den Thron. Friedrich Barbarossa. Der entwickelte sich zum glänzenden Herrscher. Barbarossa wurde allerdings auch ein Kreuzzug zum Verhängnis. Am Ende eines langen Lebens ertrank er in der heutigen Türkei auf dem Weg nach Jerusalem.

Redaktion: Ronald Feisel

Konrad III. wird zum König gekrönt (am 13.03.1138)

WDR ZeitZeichen | 13.03.2018 | 14:49 Min.

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Stand: 23.01.2018, 13:13