27.04.1694 - Friedrich August I. wird Kurfürst von Sachsen

Friedrich August I., Gemälde

ZeitZeichen

27.04.1694 - Friedrich August I. wird Kurfürst von Sachsen

Von Christiane Kopka

"Ich bin in Dresden und springe und tanze. Die hiesige Pracht ist so groß, dass ich glaube, sie habe bei Ludwig XIV. unmöglich größer sein können", schwärmt der sonst so dröge Soldatenkönig Friedrich Wilhelm von einem Besuch bei seinem sächsischen Nachbarn.

Friedrich August I., auch genannt "August der Starke", lässt es gern krachen. Seine opulenten Partys sind ebenso berühmt wie seine prunkvollen Bauwerke, seine Schätze im Grünen Gewölbe - und seine vielen Mätressen.

Durch den überraschenden Tod des älteren Bruders wurde der Zweitgeborene mit 24 Jahren Kurfürst. Während seiner 39-jährigen Amtszeit erreichte Sachsen den Höhepunkt seiner Geschichte. Friedrich August brachte das Land zu neuer Blüte und verwandelte seine Residenz Dresden in das zauberhafte Elb-Florenz. Er schaffte es sogar, sich zum König von Polen wählen zu lassen.

Doch seine Machtambitionen bescherten Sachsen auch zahlreiche Probleme und einen verheerenden Krieg.

Redaktion: Hildegard Schulte

August der Starke wird Kurfürst von Sachsen (am 27.04.1694)

WDR ZeitZeichen 27.04.2019 14:46 Min. Verfügbar bis 24.04.2029 WDR 5

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Stand: 26.02.2019, 15:43