07.03.1965 - Bürgerrechtsdemonstration in Alabama - "Bloody Sunday"

Verletzte bei der Demonstration in Selma, Alabama

ZeitZeichen

07.03.1965 - Bürgerrechtsdemonstration in Alabama - "Bloody Sunday"

Von Lena Christin Ohm

Weil 1965 besonders in den Südstaaten der USA vielen Afro-Amerikanern die Eintragung ins Wählerverzeichnis verweigert wird, organisieren Bürgerrechtler in Selma im Bundesstaat Alabama eine Registrierungskampagne. Dabei stoßen sie erwartungsgemäß auf vehementen Widerstand der örtlichen weißen Bevölkerung

Bei einem Protestmarsch prügeln die Polizisten mit Schlagstöcken, Gummiknüppeln und Peitschen auf die Demonstranten ein - die Bilder des "Bloody Sunday", des "Blutsonntags", brennen sich ins nationale Gedächtnis ein und erschüttern das Land.

Nur acht Tage später stellt Präsident Johnson mit dem "Voting Rights Act" dem Kongress ein Gesetz vor, das die Gleichheit des Wahlrechts sicherstellen soll.

Es tritt am 6. August 1965 in Kraft. Damit war man der Erfüllung einer der Hauptforderungen der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung deutlich nähergekommen.

Redaktion: Michael Rüger

Der "Bloody Sunday" in Alabama (am 7.3.1965)

WDR ZeitZeichen 07.03.2020 14:49 Min. Verfügbar bis 05.03.2090 WDR 5

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Stand: 23.01.2020, 14:57