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02.03.1895 - Todestag der Malerin Berthe Morisot

Gemälde "Die Schmetterlingsjagd" von Berthe Morisot

ZeitZeichen

02.03.1895 - Todestag der Malerin Berthe Morisot

Von Sabine Mann

"Ich hatte das Gefühl, plötzlich allein in einer Wüste zu stehen". So beschreibt Auguste Renoir seine Bestürzung über den Tod von Berthe Morisot. Die Impressionisten, zu deren Begründern sie zählt, verlieren nicht nur viel zu früh eine von allen anerkannte ebenbürtige Kollegin und Freundin, sondern eines ihrer radikalsten und mutigsten Mitglieder.

Die schöne Frau aus den besten Kreisen, die Manet öfter als jede andere porträtiert, malt keineswegs nur "Damensujets", brave Kinder, Frauen und Blumen, wie Kritiker lange Zeit behaupten. Natürlich trägt sie das ihrem Geschlecht zugewiesene Korsett der Zeit und muss mit ihrer Umgebung vorlieb nehmen.Ihr Pinsel ist aber umso avantgardistischer.

Sie malt ebenso kräftig wie sparsam, konzentriert sich auf das Wesentliche, lässt oft bewusst die Leinwandränder frei, wagt sich an fast abstrakte Farbkompositionen. Was leider immer noch viel zu wenig bekannt ist.

Obwohl Berthe Morisot nur 54 Jahre alt wird, gibt es von ihr über 400 Werke in Privatsammlungen und den größten Museen der Welt. Nicht schlecht für jemand, dessen Totenschein vermerkt: „Ohne Beruf“.

Redaktion: Hildegard Schulte

Berthe Morisot, frz. Malerin (Todestag 2.3.1895)

WDR ZeitZeichen 02.03.2020 14:54 Min. Verfügbar bis 28.02.2090 WDR 5


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Stand: 14.01.2020, 16:13