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Eine kleine Geschichte der Onanie

Eine Frau führt ihre Hand unter ein Tuch, das auf ihr liegt.

Eine kleine Geschichte der Onanie

Selbstbefriedigung oder Masturbation hat heute längst nicht mehr so einen schlechten Ruf wie vor einigen Jahrzehnten. Trotzdem wird sie manchmal noch als Sünde bezeichnet. Dabei hat sie längst ihre Tabuisierung verloren.

Selbstbefleckung, Wixen, Onanie – die Bezeichnungen für die sexuelle Selbstbefriedigung sind vielfältig, ihre Bewertung bis heute meistens negativ und herabsetzend. Im katholischen Katechismus gilt die Onanie bis heute als "Sünde gegen die Keuschheit".

Doch auch viele Philosophen und Mediziner der Aufklärung hielten sie für etwas "Naturwidriges", das zudem schwere Krankheiten verursachen könne. Masturbation führe zu Schwachsinn, Schwindsucht, sogar zum Tod. Im Blick hatten die Kritiker der Selbstbefriedigung vor allem pubertierende und heranwachsende Jungen. Die Tabuisierung der Selbstbefriedigung sorgte für schwerwiegende Schuldgefühle bei den Betroffenen und eine Unterdrückung ihrer Sexualität. In den letzten Jahrzehnten wird die Selbstbefriedigung als Sexualpraxis akzeptiert. Trotzdem haftet ihr noch immer etwas Peinliches an.

Autor: Rolf Cantzen

Redaktion: Theo Dierkes

Eine kleine Geschichte der Onanie

WDR Lebenszeichen 19.09.2021 29:09 Min. Verfügbar bis 17.09.2022 WDR 5 Von Rolf Cantzen


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Stand: 10.09.2021, 11:38