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Mozarts "unsterbliche Seele" - Ein Komponist zwischen Religion und Diesseits

Wolfgang Amadeus Mozart, Notenhandschrift: "God is our refuge"

Mozarts "unsterbliche Seele" - Ein Komponist zwischen Religion und Diesseits

Von Anja Renczikowski

Die Nachwelt sah in seinen geistlichen Werken entweder eine göttliche Offenbarung oder tat sie als bloße, aus Pflichterfüllung entstandene "Bedientenmusik" ab. Zeit, einmal hinter den Schleier aus Behauptungen und Vermutungen auf Mozarts Religiosität zu blicken.

Mozarts "unsterbliche Seele"

WDR 3 Kulturfeature 25.12.2020 54:38 Min. Verfügbar bis 25.12.2021 WDR 3 Von Anja Renczikowski


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Eingezwängt in die rigiden Glaubensvorgaben seiner Zeit, erlaubte Mozart sich in musikalischer Hinsicht kühne Missachtungen von Konventionen: Seine große c-Moll Messe KV 427 ist auch deshalb ein Torso geblieben, weil ein Werk dieser Anlage, in dessen Mittelpunkt eine hochvirtuose Koloraturarie steht, in keiner Wiener Kirche aufführbar war.
Weit über die Frage des in Töne umgesetzten Glaubens hinaus, beschäftigt uns heute, inwieweit Musik uns "fromm" macht oder als Ersatz für eine Religiosität dient, die heute nicht mehr unseren Alltag bestimmt. Mozarts geistliches Werk, das auch immer die Nähe zur weltlichen Musik, zu seinen großen Opernwerken sucht, scheint dafür wie geschaffen in einer säkularisierten Zeit, in der viele geistliche Werke gar nicht mehr in der Kirche, sondern im Konzertsaal erklingen.

Ausstrahlung am 25. Dezember 2020
Von Anja Renczikowski
Redaktion: Werner Wittersheim
Produktion: WDR 2020

Stand: 09.12.2020, 12:01