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WDR 3 Werkbetrachtung: Claude Debussys "La Mer"

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Möwen an der Ostsee bei Gewitterhimmel, Strand

WDR 3 Werkbetrachtung: Claude Debussys "La Mer"

Möwengeschrei und maritime Motive entdeckt der Dirigent Gabriel Feltz in der Partitur zu Claude Debussys sinfonischen Skizzen für Orchester "La Mer". Der Dortmunder Generalmusikdirektor Gabriel Feltz beschreibt das Werk.

Die Uraufführung von "La Mer" am 15. Oktober 1905 in Paris war kein Erfolg. Laut Kritik fanden die "einen das Meer nicht wieder, die anderen die Musik". Das Urteil von Pierre Lalo, Musikrezensent und Sohn des Komponisten Edouard Lalo, kränkte Claude Debussy tief. Lalo schrieb: "Zum ersten Mal hatte ich beim Anhören eines pittoresken Werkes von Debussy den Eindruck, nicht der Natur gegenüberzustehen, sondern einer Reproduktion der Natur, einer wunderbaren raffinierten, kunstvollen und geschickten Reproduktion, aber eben einer Reproduktion. Das Meer höre ich nicht, sehe ich nicht und spüre ich nicht".

WDR 3 Werkbetrachtung: Claude Debussys "La Mer"

WDR 3 TonArt 01.04.2017 17:29 Min. Verfügbar bis 30.12.2099 WDR 3


Zwei Jahre zuvor hatte Claude Debussy mit der Komposition an seinen drei sinfonischen Skizzen begonnen. Nicht an der brandungsumtosten Küste des Atlantiks, sondern im französischen Burgund. Debussy arbeitete wie er in einem Brief berichtet "mit unzähligen Erinnerungen" an das Wasser.

Gabriel Feltz

Heute gilt "La Mer" als eines der wichtigsten Orchesterwerke des 20. Jahrhunderts, das mit musikalischer Form und Naturverständnis ohne Programmmusik spielt und mit dem Stichwort "Impressionismus" belegt ist.

Für den Dortmunder Generalmusikdirektor Gabriel Feltz ist "La Mer" nicht frei von Tonmalereien. Er erläutert musikalische Details der drei Sätze, die folgende Titel tragen: "Von der Morgendämmerung bis zum Mittag auf dem Meer", "Spiel der Wellen" und Zwiesprache von "Wind und Meer".

Eine Collage von Barbara Overbeck

Redaktion: Eva Küllmer