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WDR 3 Werkbetrachtung: Felix Mendelssohn Bartholdys "Lobgesang"

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Denkmal für Felix Mendelssohn Bartholdy

WDR 3 Werkbetrachtung: Felix Mendelssohn Bartholdys "Lobgesang"

Felix Mendelssohn Bartholdy bezeichnete seine zweite Sinfonie für Orchester, Chor und Vokalsolisten als "Sinfonie-Kantate". Das Werk trägt den Untertitel "Lobgesang". Alles sei zur Ehre Gottes, betont der niederländische Dirigent Jan Willem de Vriend, der die Besonderheiten erläutert.

Mendelssohns "Lobgesang" hat eine zwiespältige Geschichte. Die erste Aufführung 1840 in der Leipziger Thomaskirche fand anlässlich der Feiern zum 400. Jubiläum der Buchdruckerkunst statt. Das Publikum war begeistert. Richard Wagner allerdings hatte für den "Lobgesang" nur Spott übrig. Und Adolf Bernhard Marx, ein bedeutender Musiktheoretiker des 19. Jahrhunderts, lehnte das Werk prinzipiell ab. Die Meinung war: Mendelssohn hatte sich angeblich "ohne der Idee und tiefen Berechtigung des Vorbilds bewusst zu sein" am Vorbild von Beethovens Neunter Sinfonie orientiert, so die Allgemeine Musikalische Zeitung 1847.

WDR 3 Werkbetrachtung: Felix Mendelssohn Bartholdys "Lobgesang"

14:44 Min. Verfügbar bis 30.12.2099


Das Niederländische Symphonieorchester hat unter Jan Willem de Vriend den Lobgesang eingespielt. De Vriend war viele Jahre solistisch als Geiger tätig. 1982 hat er das Alte-Musik-Ensemble Combattimento Consort Amsterdam gegründet, das er vor dem Hintergrund der rigiden Sparpolitik der niederländischen Regierung 2014 verlassen hat. Das Ensemble arbeitet selbständig als "Combattimento" weiter. Von 2006 bis 2017 war Jan Willem de Vriend Chefdirigent des Niederländischen Symphonieorchesters.

Eine Collage von Michael Arntz

Redaktion: Eva Küllmer