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Arielle, die Meerjungfrau

Stand: 25.05.2023, 00:00 Uhr

Nach dem Erfolg des Zeichentrickfilms kehrt die Geschichte von Arielle mit realen Schauspieler:innen zurück ins Kino. Große Emotionen und immer nah am Kitsch.

Von Andrea Burtz

Neue Filme: "Arielle" und "Und dann kam Dad"

WDR 2 Kino 25.05.2023 03:33 Min. Verfügbar bis 24.05.2024 WDR 2


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Darum geht's

Frei nach dem Märchen von Hans-Christian Andersen erzählt diese Verfilmung mit realen Schauspielern von einer abenteuerlustigen Meerjungfrau, die einen Schiffbrüchigen im Wasser entdeckt. Sie rettet den hübschen Mann, der sich als Prinz entpuppt und verliebt sich in ihn.

Eine Tatsache, die ihrem Vater Triton, dem König der Unterwasserwelt, nicht gefällt. Arielle darf weder an die Meeresoberfläche schwimmen, noch Kontakt zu den Menschen aufnehmen.

Doch Arielles Liebe ist stärker als die Regeln ihres Vaters. Um dem Prinzen an Land zu folgen, lässt sie sich auf einen Handel mit Meerhexe Ursula ein und bringt damit nicht nur sich in Gefahr.

Darum geht's wirklich

Der Zeichentrickfilm "Arielle, die Meerjungfrau" und seine Songs waren 1989 ein riesiger Erfolg für Disney. Nachdem auch andere beliebte Zeichentrickfilme als sogenannte "Live-Action-Filme" an der Kinokasse ein zweites Mal funktionierten, kehrt auch Arielle mit realen Schauspielern zurück.

Die spielen mit

Halle Bailey spielt Arielle und ist damit die erste Person of Colour, die in einem Disney-Film eine Hauptrolle bekommen hat.

Javier Bardem ("Fluch der Karibik: Salazars Rache", "No Country for Old Men") hat die Rolle des Meereskönigs übernommen, Melissa McCarthy ("Brautalarm") spielt Meereshexe Ursula, Jonah Hauer-King ist in der Rolle des Prinzen Eric zu sehen und mit einem Song zu hören.

Das sagt Kinokritikerin Andrea Burtz

Nach all den Diskussionen um Halle Bailey, die Darstellerin der Arielle, gleich vorweg: Es war eine gute Idee, für die Hauptrolle in einem Fantasy-Musical eine Sängerin zu wählen! Im Film spielt Arielles Hautfarbe keine Rolle, sie ist wunderbar selbstverständlich. Auch Melissa McCarthy als Unterwasserhexe ist eine gute Wahl. Nur Prinz Eric, gespielt von Jonah Hauer-King, bleibt eine blasse Figur.

Das Remake ist grundlos eine Dreiviertelstunde länger als die Zeichentrickvorlage. Besonders im zweiten Teil, als Arielle an Land ist, wird die Liebesgeschichte unnötig ausführlich erzählt.

An der mit dem Oscar prämierten Musik von Alan Menken wurde bis auf Kleinigkeiten im Text kaum etwas verändert.  Fans können die bekannten Melodien also mitsummen und werden mit Erics Song, den es im Zeichentrickfilm noch nicht gab, überrascht.

Regisseur Rob Marshall ("Chicago", "Mary Poppins Rückkehr") setzt auf große Emotionen. Gepaart mit den bekannten Songs schlittert "Arielle" immer nah am Rand zum Kitsch. Aber seien wir ehrlich – das war auch im Zeichentrickfilm schon so…

Die Bewertung auf einen Blick

Drei von fünf Sternen

Musical/Fantasy, USA 2023

Regie: Rob Marshall

Länge: 135 Minuten

FSK steht noch nicht fest

Kinostart: 24.05.2023