Portraitaufnahme des Musikers Patoranking in blauem Licht

Underdog der Afrobeats

Patoranking: "World Best"

Stand: 13.09.2023, 15:45 Uhr

Patoranking gilt als einer der vielseitigsten Künstler im Afrobeats-Kosmos. Mit "World Best" hat er sein viertes Studioalbum veröffentlich und legt es darauf an, die ewige Underdog-Rolle unter den vielen Stars aus Westafrika abzulegen.

Von André Mamengui

Mit seinem neuen Album beweist der nigerianische Sänger und Songwriter, dass er ein Händchen für eingängige Melodien und Ausgewogenheit hat. Mit "World Best" löst er sich mehr oder weniger von seinem bisherigen Image als Reggae-Dancehall-Artist und liefert konsequent modernen Afrobeat. Als Patoranking seine Karriere in den 2010er Jahren begann, waren Strömungen des Afrobeats sehr nah an dem Dancehall-Reggae aus der Karibik. So entstanden auch Stücke mit Reggaestars wie Buju Banton. Auf dem neuen Album sind wieder jamaikanische Stars dabei: Dancehall-Urgestein Beenie Man und Popcaan als einer der neuen Stars.

Von Afrika in die Welt

"World Best" ist nicht nur der Titel, sondern auch der Name den Freunde und Fans Patoranking verliehen haben. Der Titel solla auch die Richtung vorgeben, die Patoranking einschlägt: von Afrika in die Welt. Und das bildet er mit einer gut durchmischten Feature-Liste ab. Neben den Stars aus Jamaika finden sich auch afrikanische Superstars auf der Platte wieder, wie die ghanaische Sängerin Gyakie und Diamond Platnumz aus Tansania. Für das internationale Publikum ist der US-Rapper und Schauspieler Ludacris aus Atlanta mit dabei.

Mit dem neuen Album zelebriert Patoranking den Aufstieg von afrikanischer Musik, vor allem Afrobeats. Deswegen findet man auf der Platte einige Songs, die das Erreichte zelebrieren – und dieses positive Grundgefühl in sich tragen. "World Best" ist der Versuch von Patoranking, an die erste Riege westafrikanischer Stars anschließen. An dem Titel wird sich der Sänger in Zukunft messen lassen müssen.