Tipps für Autofahrer: So vermeiden Sie Wildunfälle im Herbst

Reh liegt am Straßenrand, ein Auto mit Scheinwerferlicht naht

Tipps für Autofahrer: So vermeiden Sie Wildunfälle im Herbst

Es ist dunkel auf den Straßen, die Bäume verlieren ihre Blätter und das Wild streift durch die Nacht. Mit dem Herbst häufen sich auch die Wildunfälle. Das gefährdet nicht nur die Tiere, sondern auch die Autofahrer.

Auf der A2 bei Bielefeld und einer angrenzenden Straße sind in der Nacht auf Dienstag insgesamt sieben Autos mit Wildschweinen kollidiert. Eine Frau wurde dabei leicht verletzt, mehrere Tiere verendeten. Zurzeit kreuzen in der Dämmerung und in der Nacht immer wieder Tiere die Fahrbahn. Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte deshalb einige Dinge beachten.

Das sollten Autofahrer beachten:

Rehe und Wildschweine sind besonders im Morgengrauen und während Dämmerung auf den Straßen unterwegs. Deshalb häufen sich im Herbst die Unfälle. Außerdem sind besonders Landstraßen oft nur spärlich beleuchtet, sodass die Tiere oft zu spät gesehen werden. Bei einem Zusammenstoß ist besonders die Geschwindigkeit des Autos entscheidend. Wer mit einer Geschwindkeit von 80 statt 100 km/h fährt, reduziert den Bremsweg um 25 Meter.

  • Grundsätzlich gilt: Geschwindigkeit anpassen und möglichst langsam fahren.
  • Besonders in der Nähe von Waldgebieten und hochstehenden Feldern umsichtig fahren und Abstand zu vorausfahrenden Autos halten.
  • Den Fahrbahnrand im Blick behalten und bremsen, wenn ein Tier am Waldrand steht.
  • Hupen und Licht abblenden, wenn ein Tier auf der Fahrbahn steht.
  • Frontal weiterfahren und nicht ausweichen. Im Zweifelsfall ist der Zusammenstoß mit Wild ungefährlicher als der Aufprall auf einen Baum.

Nach dem Unfall: Schadensbegrenzung

Nicht immer lassen sich Wildunfälle komplett vermeiden. Um die Schäden am Auto zu beheben, reicht in der Regel eine Teilkaskoversicherung. Doch bei einem Aufprall mit besonders hoher Geschwindkeit kann ein Wildunfall auch für die Autoinsassen lebensgefährlich werden, warnt der ADAC. Was zu bei einem Wildunfall zu tun ist:

  • Krankenwagen bzw. Notarzt über die 112 rufen, wenn Personen verletzt sind.
  • Unfallstelle absichern, totes Wild vorsichtig an den Fahrbahnrand ziehen.
  • Verletzte Tiere nicht anfassen, sie können panisch reagieren.
  • Polizei oder Jagdamt kontaktieren und Unfallstelle melden.
  • Wildunfallbescheinigung für die Versicherung ausstellen lassen.

Sondersituation Autobahn

Die jüngsten Wildunfälle haben sich auf der Autobahn ereignet. Hier fahren die Autofahrer meist zu schnell, um rechtzeitig abbremsen zu können. Deshalb gibt es Wildzäune an der Fahrbahn, die Autofahrer und Tiere zu schützen. Trotzdem kann es passieren, dass Rehe oder Wildschweine durch Löcher im Zaun auf die Fahrbahn gelangen. Außerdem sind längst nicht alle Fahrbahnabschnitte umzäunt.

Auch auf der Autobahn lassen sich Wildunfälle deshalb nicht komplett vermeiden. Autofahrer können dann nur versuchen, so gut es geht zu bremsen. Je besser ein Autobahnabschnitt beleuchtet ist, desto eher werden die Tiere gesehen.

Stand: 12.10.2021, 17:37

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