Wenn man das Schwarzpulver auf der Zunge schmecken kann, eine leichte Note von Pferdemist in der Nase liegt und die Hitze der Explosionen auf der Haut spürt, heißt das: Winnetou und Old Shatterhand reiten wieder. Die Karl-May Festspiele stehen kurz vor dem Saisonstart. Am Samstag (22.06.24) feiert das Ensemble in Lennestadt-Elspe Premiere.
"In diesem Jahr zeigen wir über 40 Special Effects. Es gibt den Angriff auf das große dreistöckige Fort, außerdem haben wir Trickreiter auf er Bühne, die ihr Können auf dem Pferdrücken zeigen. Es fliegen Teile über die Bühne und die brennende Postkutsche darf natürlich auch nicht fehlen", erzählt Regiesseur Marco Kühne.
70 Akteure und 50 Pferde auf der Bühne
Das ist die Geschichte: Winnetou ruft die Häuptlinge der benachbarten Stämme zusammen, um Friedensgespräche zu führen. Auch das Halbblut Senanda ist bei den Verhandlungen dabei. Er kann seinen Stamm aber nicht von den Friedensgesprächen überzeugen.
Das Halbblut wird von seinem Stamm vertrieben und schwört Rache. Unter falschem Namen verbündet er sich mit den Eisenbahnern und der Kampf um Leben und Tod beginnt.
"Ein Stück, das in diese Zeit passt", findet Tim Forssman, der den großen Häuptling Kita Homascha spielt. "Es geht um Konflikte und wie man sie lösen kann. Am Ende steht die Frage: Können wir Frieden schließen oder gibt es Krieg".
200.000 Besucher erwartet
Auch diesmal stehen Winnetou und Old Shatterhand für das Gute und versuchen zu schlichten. Ob es ihnen gelingt, das können sich die Zuschauer bis September anschauen. Das Stück wird in Elspe über 50 Mal gespielt. Die Verantwortlichen erwarten in diesem Sommer rund 200.000 Besucher.
Unsere Quellen:
- WDR-Reporterin vor Ort
- Elspe Festival GmbH
- Regiesseur Marco Kühne
- Darsteller Tim Forssman
Über dieses Thema berichtete der WDR am 19.06.2024 in der Lokalzeit Südwestfalen im WDR Fernsehen und in der Lokalzeit im Radio auf WDR 2.