Antrittsbesuch in NRW: Steinmeier wirbt für Demokratie

Antrittsbesuch in NRW: Steinmeier wirbt für Demokratie

  • Steinmeier beginnt NRW-Besuch in Düsseldorf
  • Bundespräsident trifft Landesregierung und Fraktionen
  • Appell für mehr Einsatz für Demokratie

Eigentlich wollte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier seinen offiziellen Antrittsbesuch in NRW längst vollzogen haben. Doch die schwierige Regierungsbildung in Berlin durchkreuzte die Pläne. Nun haben Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender am Montag (12.03.2018) ihre zweitägige Reise durch NRW begonnen.

Zunächst wurden beide vor der Staatskanzlei in Düsseldorf von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und dessen Frau Susanne Laschet begrüßt. Anschließend führte er politische Gespräche mit der Landesregierung und den Landtagsfraktionen. Später kam er mit Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) zusammen.

"Für Demokratie muss man sich engagieren"

"Für viele ist Demokratie zu sehr zu einer Selbstverständlichkeit geworden", sagte Steinmeier in Düsseldorf. "Viele spüren nicht, dass man sich für Demokratie engagieren muss." Deswegen spreche er auf seiner Reise auch mit vielen Ehrenamtlichen.

Bundespräsident Steinmeier: Dienstreise ins Heimatland

Frank-Walter Steinmeier hat seinen Antrittsbesuch in seinem Heimatland NRW nachgeholt. Der Bundespräsident ist im Kreis Lippe aufgewachsen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (3.v.r) besucht den Döner-Grill in Altena, in dem im vergangenen November Bürgermeister Andreas Hollstein mit einem Messer angegriffen worden war.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (3.v.r) hat am Dienstag (13.03.2018) seinen zweitägigen Antrittsbesuch in NRW am Abend bei einem Bürgerempfang in Arnsberg beendet. Zuvor in Altena besuchte er am Nachmittag mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (am Tisch links) jenen Döner-Grill, in dem im vergangenen November Bürgermeister Andreas Hollstein mit einem Messer angegriffen worden war.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (3.v.r) hat am Dienstag (13.03.2018) seinen zweitägigen Antrittsbesuch in NRW am Abend bei einem Bürgerempfang in Arnsberg beendet. Zuvor in Altena besuchte er am Nachmittag mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (am Tisch links) jenen Döner-Grill, in dem im vergangenen November Bürgermeister Andreas Hollstein mit einem Messer angegriffen worden war.

In der Begegnungsstätte "Burg Holtzbrinck" in Altena traf sich Steinmeier mit Flüchtlingen und ehrenamtlichen Helfern, die bei Sprachproblemen und Behördengängen helfen.

In Dortmund informierte sich Steinmeier (l.) am Mittag gemeinsam mit NRW-Innenminister Herbert Reul (r., CDU) über die Arbeit von jungen Polizisten und Polizistinnen in Problembereichen wie der Nordstadt oder bei Fußballspielen.

In Duisburg besuchte das Staatsoberhaupt am Dienstagvormittag eine Grundschule im Stadtteil Marxloh, in dem mehrheitlich Ausländer leben.

In einem Gespräch mit Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link informierte er sich anschließend über die besonderen Probleme in dem Stadtteil - unter anderem über den Umgang der Stadt mit Schrottimmobilien.

Bei einem Rundgang im Stadtteil Marxloh informierten sich Bundespräsident Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender (3.v.l.) auch über die Tätigkeit der Task-Force "Problemimmobilien".

Später am Vormittag besuchte er noch ein für den Stadtteil typisches Brautmodengeschäft. Im weiteren Tagesverlauf will der Bundespräsident im sauerländischen Altena mit Flüchtlingsfamilien und Ehrenamtlichen sprechen. Das zweitägige Programm endet am Dienstagabend mit einem Bürgerempfang in Arnsberg.

Begonnen hatte Steinmeier seinen Antrittbesuch am Montag (12.03.2018). Er wurde zusammen mit seiner Frau Elke Büdenbender vor der Staatskanzlei in Düsseldorf von Ministerpräsident Armin Laschet (l., CDU) begrüßt.

Auf dem roten Teppich wartete auch Ehefrau Susanne Laschet (l.) auf die Gäste.

Vor dem Bundespräsidenten lag ein straffes Programm.

Neben politischen Gesprächen und repräsentativen Terminen gab es auch einige zeremonielle Pflichten.

Zum Beispiel ein Eintrag im Gästebuch der Landesregierung.

Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) übergab ihm eine Skulptur in Form eines Radschlägers, dem Düsseldorfer Wahrzeichen.

Am Montag besuchten Steinmeier und seine Frau außerdem die RWTH Aachen, wo ihnen unter anderem Professor Günther Schuh das Elektroauto e.GO Life vorstellte. Der Produktionsforscher erläuterte, wie das Unternehmen e.GO Mobile AG das Netzwerk aus Wissenschaft und Wirtschaft auf dem RWTH Aachen Campus nutzt.

Am Nachmittag fuhr Steinmeier weiter nach Aachen, um sich an der RWTH das Werkzeugmaschinenlabor anzuschauen, das einen elektrischen Lieferwagen Streetscooter entwickelt hatte. Das ebenfalls in Aachen entwickelte Stadtauto e.Go soll im Mai in Serie gehen. Diese Entwicklungen zeigten, das möglich sei, was Autohersteller nicht für möglich gehalten hätten, nämlich Elektroautos zu wirtschaftlichen Preisen zu bauen, sagte Steinmeier.

Anschließend wurden Steinmeier und seine Frau von Dompropst Manfred von Holtum durch den Aachener Dom geführt.

Duisburg-Marxloh und Altena

Am Dienstag will sich Steinmeier in Duisburg-Marxloh über die Lage in dem Viertel mit hohem Ausländeranteil und Integrationsproblemen informieren. In Dortmund wird der Bundespräsident mit Polizeibeamten über Respekt und Gewalt gegenüber der Polizei sowie Herausforderungen in Problemvierteln reden. Im sauerländischen Altena will er mehrere Flüchtlingsfamilien treffen.

Stand: 12.03.2018, 20:00

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