Luftbild eines überfluteten Dorfes bei der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal.

Flut-Prognosen in NRW: Messstationen fehlen

Stand: 23.09.2022, 15:57 Uhr

Um flächendeckend in NRW Prognosen über Flutwellen und Hochwasser zu treffen braucht es moderne Pegel-Messstationen an Flüssen. Wie heute bekannt wurde, wurden aber seit der Flutkatastrophe vor 14 Monaten keine neuen Stationen errichtet.

Wie lässt sich verhindern, dass Nordrhein-Westfalen noch einmal so extrem von einer Flutkatastophe getroffen wird wie im Juli vergangenen Jahres? Auch um Antworten darauf zu finden befasst sich ein Untersuchungsausschuss des Landtags mit der Flut und ihren Folgen.

Wie heute im Ausschuss bekannt wurde, hat NRW über ein Jahr nach der Katastrophe immer noch keine neuen Pegel-Messstationen an Flüssen errichtet. Diese gelten aber als Grundlage dafür, präzise Prognosen über Flutwellen und Hochwasser treffen zu können.

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Sachverständige: Flächendeckende Prognose erst 2028

Die Sachverständigen im Untersuchungsausschuss zur Flutkatastrophe machen fehlendes Personal bei Behörden und in Ingenieurbüros dafür verantwortlich, dass vor allem die kleineren Gewässer immer noch keine Pegel-Messstationen haben. Außerdem seien bestehende Pegel des Landes und der Wasserverbände noch nicht miteinander vernetzt.

Somit sei zur Zeit auch keine flächendeckende Prognose bei Starkregen oder Hochwasser möglich. Das wird den Sachverständigen zufolge voraussichtlich erst 2028 der Fall sein.