Demo in Düsseldorf zur Unterstützung der Proteste im Iran 00:27 Min. Verfügbar bis 01.10.2023

Tausende demonstrieren in NRW für Frauenrechte im Iran

Stand: 01.10.2022, 18:59 Uhr

Rund zwei Wochen nach dem Tod von Mahsa Amini haben am Samstag weltweit Menschen für mehr Frauenrechte im Iran demonstriert. In Düsseldorf nahmen 6.500 Menschen an den Protesten teil.

Die Proteste im Iran nach dem Tod von Mahsa Amini halten an. Die 22-Jährige starb am 16. September, nachdem die Sittenpolizei sie wegen ihres angeblich "unislamischen Outfits" festgenommen hatte.

Was genau mit Amini nach ihrer Festnahme geschah, ist unklar. Kritiker werfen der "Moralpolizei" vor, Gewalt angewendet zu haben. Die Polizei weist die Vorwürfe entschieden zurück. Die junge Frau war ins Koma gefallen und in einem Krankenhaus gestorben. Seitdem demonstrieren im Iran landesweit die Menschen gegen den repressiven Kurs der Regierung und das islamische System. Dutzende Menschen starben bei den Protesten.

6.500 Teilnehmer bei Demo in Düsseldorf

Demonstrationszug in Düsseldorf | Bildquelle: WDR/Gerhardus

In Nordrhein-Westfalen gingen am Samstag ebenfalls tausende Menschen auf die Straße und demonstrierten gegen die eskalierende Gewalt und für Frauenrechte im Iran. Allein in Düsseldorf meldete die Polizei 6.500 Teilnehmer. Insgesamt waren weltweit in mehr als 100 Städten Aktionen geplant.

Auf der Demonstration in Düsseldorf waren viele Schilder mit ihrem Foto und ihrem Namen zu sehen. Oft zu lesen war auch der Schriftzug "Frauen Leben Freiheit". Eine Demonstrantin sagte, sie wolle denen eine Stimme geben, die sich im Iran nicht äußern können.

In Köln solidarisierten sich nach Polizeiangaben rund 1.650 Demonstranten mit den Protesten im Iran nach dem Tod Aminis. Probleme habe es keine gegeben: "Das verlief alles friedlich", sagte ein Sprecher.