Viele Menschen reagieren auf NSU-Urteil

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Jahres·rückblick 2018 17.12.2018 04:25 Min. Verfügbar bis 17.12.2019 WDR.de

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Juli

Viele Menschen reagieren auf NSU-Urteil

Im Juli hat das Gericht die Menschen von einer Organisation verurteilt.

Die Menschen von der Organisation haben viele andere Menschen verletzt.

Und getötet.

Jetzt muss eine Frau von der Organisation ins Gefängnis.

Was ist passiert?

Zwischen 2000 und 2007 haben Menschen in vielen Städten in Deutschland Attentate gemacht.

            Bei einem Attentat wollen Menschen andere Menschen verletzen.

            Und die Menschen wollen andere Menschen töten.

Diese Menschen waren in einer Organisation.

            Eine Organisation ist eine Gruppe von Menschen.

Die Organisation heißt NSU.

            NSU heißt: National∙sozialistischer Untergrund.

            National∙sozialistische Menschen mögen bestimmte Menschen nicht.

            Zum Beispiel:

                        • Menschen mit einer anderen Haut∙farbe.

                        • Menschen mit einer anderen Religion.

                       • Oder Menschen aus anderen Ländern.

Und die Organisation NSU hat 3 Attentate in Nordrhein-Westfalen gemacht. 

 

Menschen in Köln mit Bomben verletzt

Die Organisation hat in Köln viele Menschen mit Migrations·hintergrund verletzt.

            Das heißt:

            Diese Menschen waren aus einem anderen Land.

Die Organisation wollte diese Menschen nämlich nicht in Deutschland haben.

Deshalb hat die Organisation in Köln 2 Bomben∙anschläge auf Menschen gemacht.

Die Organisation hat nämlich 2001 mit einer Bombe

ein Geschäft in der Probsteigasse zerstört.

            Die Probsteigasse ist eine Straße in Köln.

Und die Organisation hat 2004 mit einer Bombe

ein Geschäft in der Keupstraße zerstört.

            Die Keupstraße ist eine bekannte Straße in Köln.

            In der Keupstraße leben viele Menschen aus der Türkei.

                        Die Türkei ist ein Land.

Bei den Bomben∙anschlägen hat die Organisation viele Menschen verletzt. 

 

Mann stirbt bei Attentat in Dortmund

Die Organisation hat 2006 ein Attentat in Dortmund gemacht.

            Dortmund ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen.

Bei dem Attentat hat die Organisation einen Mann in seinem Kiosk getötet.

            Ein Kiosk ist ein kleiner Einkaufs∙laden.

Dieser Mann hatte einen Migrations·hintergrund.

Aber der Mann hat in Deutschland gelebt. 

 

Menschen sind gegen Attentate

Viele Menschen haben gesagt:

            Attentate dürfen nicht sein.

            Die Organisation darf keine Menschen verletzen.

            Und die Organisation darf keine Menschen töten.

            Die Organisation muss alle Menschen akzeptieren.

 

Das Gericht hat entschieden

Ein Gericht hat die Attentate von der Organisation lange über·prüft.

Im Juli hat das Gericht gesagt:

            Eine Frau war in der Organisation NSU.

            Die Frau heißt: Beate Zschäpe.

            Die Frau hat die Attentate mit anderen Menschen in der Organisation geplant.

            Und die Frau hat die Attentate gemacht.

            Deshalb ist die Frau schuldig.

            Und deshalb wurde die Frau jetzt verurteilt.

            Jetzt muss die Frau lebens∙länglich ins Gefängnis.

                        Das heißt:

                        Die Frau muss für mindestens 15 Jahre ins Gefängnis.        

            Die Menschen sagen dazu: NSU-Urteil.

Viele Menschen in Nordrhein-Westfalen haben gesagt:

            Die Frau ist nicht die einzige Täterin.

            Es waren auch viele andere Menschen in der Organisation.

            Und die anderen Menschen von der Organisation sollen auch verurteilt werden.  

 

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Stand: 12.07.2018, 09:48