Dubai – Sri Lanka – Malediven

Dubai ist das größte der sieben Vereinigten Arabischen Emirate, hier die Sheik Zayed Moschee

Dubai – Sri Lanka – Malediven

Dubai – Land der Superlative

Dubai ist das größte der sieben Vereinigten Arabischen Emirate und im Winter ein beliebtes Ziel für Sonnenhungrige: angenehme 23 Grad, Sonne, viel Sand und Meer und nur sechs Flugstunden von Deutschland entfernt.

Das Siebensternehotel Burj al Arab ist 321 Meter hoch und wurde auf einer künstlich aufgeschütteten Insel 280 Meter vor dem Strand ins Meer gesetzt. Es gilt als eines der luxuriösesten und teuersten Hotels der Welt und hat ausschließlich Suiten, die bis zu 780 Quadratmeter groß sind. Die teuerste der 202 Suiten kostet über 10.000 Euro pro Nacht und hat goldene Wasserhähne. Die Teestunde im Burj al Arab ist die beliebteste Zeit, um die Sky View Bar im 27. Stock zu besuchen. Allerdings muss man sich zur Tea Time anmelden – und sollte früh buchen. Das Madinat ist ein beliebtes Freizeitzentrum, bestehend aus Hotels, Restaurants, Bars und dem Souk Madinat Jumeirah, einem arabischen Markt.

Gold und Goldschmuck kann man in Dubai fast überall kaufen: in Hotels, Boutiquen, Einkaufszentren. Mehr als 300 Einzelgeschäfte auf engstem Raum befinden sich in der "City of Gold" im Stadtteil Deira, im Herzen des Emirats. In Dubai gibt es mehr als ein halbes Dutzend Gold-to-go-Automaten: Man kann mit der jeweiligen Landeswährung zahlen, der tägliche Goldpreis wird alle 60 Sekunden aktualisiert. Das Gold kommt in Plättchenform aus dem Automaten.

Im Herzen Dubais befindet sich der Hafen, Tummelplatz und Handelsplatz mit Gewürzen aus aller Welt. Auf dem sogenannten Creek, einem elf Kilometer langen Wasserarm, herrscht geschäftiges Treiben. Mit einem Wassertaxi, genannt Abra, kann man ihn in nur fünf Minuten überqueren oder eine kleine Tour auf dem Creek machen.

Bastakiya, eine der ältesten und stimmungsvollsten Ecken von Dubai, steht unter Denkmalschutz. Im 19. Jahrhundert ließen sich hier persische Händler nieder und bauten Häuser aus Korallenstein, Lehm und Muscheln. Charakteristisch sind die Windtürme, die durch ein ausgeklügeltes System kühle Luft in die Häuser hinunterleiten. In Bastakiya, dessen Name von der persischen Stadt Bastak abgeleitet wurde, sieht es aus wie vor dem Ölboom Ende der Sechziger. Mittlerweile befindet sich in dem liebevoll restaurierten Viertel das kulturelle Zentrum der Stadt mit vielen Kunstgalerien und Cafés.

Kamele sind in Dubai allgegenwärtig. Auf ihrer Farm vor den Toren der Stadt hat die gebürtige Deutsche Uschi Much, genannt "Kamel Uschi", eine Herde von über 30 Tieren. Wer möchte, kann in ihrem Camp mitten in der Wüste übernachten. Abends wird traditionell gekocht, meist libanesische oder indische Gerichte. Das liegt daran, dass Dubai keine ausgesprochen eigene Küche hat.

Sri Lanka – Teeplantagen und Elefanten

Sri Lanka liegt an der Südspitze Indiens und ist ungefähr so groß wie Bayern. Die Insel ist umgeben vom tiefblauen Wasser des Indischen Ozeans. Die Strände scheinen endlos, und im Inneren findet man Regenwälder und undurchdringlichen Dschungel. Das Hochland ist geprägt durch grüne, sanfte Hügel, auf denen seit Mitte des 19. Jahrhunderts Tee angebaut wird. Die Bezeichnung "Ceylon-Tee" bezieht sich auf den ehemaligen Namen von Sri Lanka, das bis 1972 Ceylon hieß. 1815 wurde das Land ein Teil von Großbritannien, 1948 nach friedlichen Verhandlungen von den Briten unabhängig. Bis heute finden sich auf der ganzen Insel beeindruckende Überbleibsel der englischen Kolonialzeit.

Die alte Königsstadt Kandy liegt in einem Tal im zentralen Hochland, umgeben von grünen Hügeln. Mittendrin ein See, an dessen Ufer der Dalada Maligawa, der sogenannte Zahntempel steht – eines der wichtigsten und meistverehrten Heiligtümer der buddhistischen Singhalesen. In einem Schrein wird eine Zahnreliquie aufbewahrt: ein Backenzahn Buddhas. Dreimal täglich werden unter Trommelwirbel die Türen zum Allerheiligsten geöffnet, und die Besucher dürfen einen kurzen Blick auf den Schrein mit der Zahnreliquie werfen. Kandy ist ein zentraler Verkehrsknotenpunkt, von dem aus man mit Bus, Auto oder Zug Ausflüge unternehmen kann. Für die Anreise empfiehlt es sich, einen Kleinbus mit Fahrer zu mieten. Denn auf der Insel herrscht Linksverkehr und eine etwas riskante Fahrweise.

Die Zugfahrt durch das Hochland nach Nuwara Eliya gehört zu den Highlights jeder Sri Lanka-Reise. Eine Platzreservierung wird dringend empfohlen – auch für die dritte Klasse. Nuwara Elyia liegt auf 1.800 Metern Höhe, und es ist um einiges kühler als an der Küste. Deshalb verbrachten hier im 19. Jahrhundert viele Briten die heißen Sommermonate. Aus dieser Zeit stammt auch das alte Postamt. Der Golfplatz und das Grand Hotel befinden sich im Ortsteil "Klein-England", wie die Gegend heute noch genannt wird. Den Briten ist es zu verdanken, dass Sri Lanka heute zu den größten Tee-Exporteuren der Welt gehört. Fast alle der vielen Teeplantagen, die Nuwara Eliya umgeben, bieten kostenlose Führungen an. In der Kandyan Art Association Hall, einem am See gelegenen Kulturzentrum, finden regelmäßig Vorführungen der berühmten Kandy-Tänzer statt.

Auf Sri Lanka leben noch mehr als 4.000 wilde Elefanten – rund 500 von ihnen im Uda Walawe-Nationalpark rund um den gleichnamigen Stausee. Ganz in der Nähe des Parks gibt es zahlreiche landschaftlich schön gelegene Ressorts. Nur wenige Kilometer entfernt befindet sich eine Elefantenauffangstation. Hier werden seit 1995 verletzte und verwaiste Elefantenbabys aufgepäppelt und auf ein Leben in Freiheit vorbereitet. Von einer Aussichtsplattform kann man die Fütterung beobachten.

Die Südküste Sri Lankas bietet viele romantische Buchten mit schönen Sandstränden; den südlichsten Punkt der Insel markiert der Leuchtturm von Dondra Head. Die Straße Richtung Westen führt nach Merissa, in den 60er- und 70er-Jahren ein Lieblingsort der Rucksackreisenden, heute der hohen Wellen wegen besonders bei Surfern beliebt. Unterwegs kann man den berühmten Stelzenfischern bei der "Arbeit" zusehen: Die Männer sitzen auf einem hohen Holzpfahl im Meer und angeln – oder tun zumindest so. Das begehrte Fotomotiv gibt es allerdings nur gegen eine Spende.

Zug mit hellblauen Waggons fährt durch hügelige Landschaft mit einzelnen Bäumen

Eine Zugfahrt durch das Hochland von Kandy nach Nanu Oya ist sehr empfehlenswert.

Malediven – Trauminsel im Indischen Ozean

Die Malediven im Indischen Ozean südlich der Südspitze von Indien bestehen aus 26 Atollen – ringförmigen Ansammlungen von Koralleninseln, die nur knapp über den Meeresspiegel ragen. Von den rund 1.200 Inseln aus Korallensand sind nur etwa 200 bewohnt. Außerdem gibt es mehr als 140 Ressortinseln, die für Touristen zugänglich sind. Die Hauptinsel ist Malé, der Flugplatz liegt auf der Nachbarinsel Hulhule. Von hier aus erfolgt die Anreise weiter per Fähre, Speedboot oder Wasserflugzeug. Die wichtigsten Einnahmen der Inselrepublik stammen aus Fischfang und Tourismus. Vor allem Chinesen und Europäer lieben die Malediven, schwärmen von weißen Sandstränden, die von Kokospalmen gesäumt werden, und dem türkisblauen Meer. Auf den Malediven herrscht ganzjährig ein tropisches Klima mit nur rund 120 Regentagen. Die Durchschnittstemperaturen liegen zwischen 26 und 30 Grad.

Wer möchte, kann von Insel zu Insel segeln – und damit von Tauchrevier zu Tauchrevier. Denn der wahre Reichtum der Malediven liegt unter Wasser: Rund 1.200 Fischarten wurden hier schon registriert, darunter der Napoleonfisch, der bis zu 200 Kilo schwer werden kann. Auf allen Inseln gibt es Tauchschulen. Die Malediven sind aber auch ein Paradies für Schnorchler. Wer keine eigene Ausrüstung mitbringt, kann sie fast überall mieten. Fast jede Insel besitzt in der Nähe ein Riff. Oft kann man direkt am Strand ins Wasser gehen und zum Haus-Riff schwimmen. Tauchen, Schnorcheln und (Sonnen-)Baden gehören zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten auf den Inseln. Wassersportcenter bieten zudem eine große Bandbreite an sportlichen Aktivitäten an: Katamaran-Segeln, Kite-Surfen, Jetski oder Wasserski fahren, Stand-up-Paddling oder beim Parasailing mit einem Fallschirm über das türkisblaue Wasser schweben. 

Sandstrand unter Palmen auf den Malediven

Auf den Malediven sind es vom Bungalow unter Palmen nur ein paar Schritte über den schneeweißen Sand bis zum türkisfarbenen Ozean.

Stand: 24.01.2021, 20:15