Ab ins Warme

Ab ins Warme Wunderschön! 24.01.2021 01:28:30 Std. UT Verfügbar bis 24.01.2022 WDR

Ab ins Warme

Von fernen Ländern träumen – das ist besonders schön, wenn es bei uns kalt und grau ist. Andrea Grießmann begibt sich auf eine Weltreise und stellt ihre Lieblingsorte vor, die eins gemeinsam haben: In unseren Wintermonaten ist es dort angenehm warm und bunt. Die Sonne scheint in der goldgelben Wüste von Namibia und an den schneeweißen Stränden von Mauritius, über den grünen Teeplantagen auf Sri Lanka und in der roten Stadt Marrakesch. In Dubai ist fast alles Gold, was glänzt; die Malediven locken mit einer farbenprächtigen Unterwasserwelt; und Miamis Art-Déco-Hotels in Pastelltönen sind beliebte Fotomotive. Auf Kuba kann man bunte amerikanische Straßenkreuzer aus den 50er-Jahren mieten; das türkisblaue Wasser des Indischen Ozeans lockt Surfer und Sonnenhungrige nach Bali; und der Karneval auf der Kanareninsel La Palma ist ein weißpudriges Vergnügen.

Namibia – Naturerlebnis und koloniale Vergangenheit

Seit 1990 ist Namibia ein unabhängiger Staat und mit einer Fläche von über 820.000 Quadratkilometern mehr als doppelt so groß wie Deutschland. Das Land hat gut 2,4 Millionen Einwohner, etwa 20.000 von ihnen sind deutschstämmig. Die Amtssprache ist Englisch.

Swakopmund liegt am Rande der Namib und ist mit 35.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt des Landes. Sie gilt als die Stadt mit dem stärksten deutschen Einschlag in Afrika, und bis heute gibt es u.a. eine deutsche Bäckerei. Häuser aus dem Wilhelminischen Zeitalter prägen das Stadtbild, die meisten entstanden während der Kolonialzeit 1884 bis 1915. Sehenswert sind der alte Bahnhof mit Spielcasino, der mehr als 300 Meter ins Meer ragende Landungssteg Jetty, der 21 Meter hohe Leuchtturm und das Woermann-Haus mit dem Damaraturm, von dem man eine gute Aussicht auf die Stadt und das Meer hat. Woermann war eine Hamburger Reederei und Schifffahrtslinie, die die deutschen Kolonien belieferte.

Der Name Namibia kommt von der Wüste Namib. Sie ist die älteste Wüste der Welt und mit 95.000 Quadratkilometer fast dreimal so groß wie Nordrhein-Westfalen. Namib, das bedeutet so viel wie "Der Ort, wo nichts ist". Am Tag herrschen Temperaturen von mehr als 50 Grad Celsius, und nachts kann es auch unter den Gefrierpunkt abkühlen. Dennoch haben sich Lebewesen diesen Bedingungen angepasst. Einzige Wasserquelle ist der Nebel, der vom Atlantik über die Dünen zieht. Das nutzen manche Tiere als Wasserquelle. Am besten kann man die Namib mit einem der zahlreichen Anbieter von Wüstentouren entdecken, beispielsweise von Sossusvlei oder Swakopmund aus.

Rund 30 Kilometer südlich von Swakopmund liegt Walvis Bay, die drittgrößte Stadt des Landes. Sehenswert ist die Rheinische Missionskirche. Die Stadt hat ihren Namen von der riesigen Bucht, an der sie liegt. Hier befindet sich auch der einzige Tiefseehafen Namibias. Die meisten Touristen kommen hierher, um eine Schiffstour zu den nahegelegenen Robbeninseln zu machen. Rund zwei Autostunden Richtung Norden von Swakopmund liegt Cape Cross, die größte Robbenkolonie Namibias. Wenn die Robbenweibchen ihre Jungen zur Welt bringen, leben hier bis zu 300.000 Zwergpelzrobben.

Mehrere Farmer haben sich auf Urlauber und Tierbeobachtung spezialisiert und auf ihren riesigen Farmgeländen die großen afrikanischen Wildtiere angesiedelt. Anders als in den Nationalparks bekommt man auf den Jeep-Touren über das Gelände auch während der Regenzeit viele Wildtiere zu Gesicht. Eins der größten privaten Tierreservate Namibias ist das Erindi Wildschutzgebiet 150 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Windhoek. In dem 79.000 Hektar großen Reservat leben zirka 10.000 Tiere, darunter Elefanten, Spitzmaulnashörner, Giraffen, Wildhunde, Flusspferde, Löwen, Krokodile sowie mehr als 20 verschiedene Antilopenarten. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in einer luxuriösen Lodge, auf einem Campingplatz und in Selbstversorgerunterkünften.

Die Wüste Namib

Die Namib ist die älteste Wüste der Welt und heißt übersetzt "Der Ort, wo nichts ist".

Fotostrecke von Traumzielen aus aller Welt

Schöne Bilder aus dem Beitrag "Ab ins Warme"

wdr

In den Tierreservaten Namibias leben auch Elefanten.

In den Tierreservaten Namibias leben auch Elefanten.

Mauritius

Andrea Grießmann genießt den Adrenalinkick an der Zip-Line 35 Meter hoch über dem Dschungel in Kuba.

Bali

Im Süden von Gran Canaria befindet sich die Dünenlandschaft von Maspalomas. Die Sandberge aus feinstem zerriebenem Korallen- und Muschelkalk sind sechs Kilometer lang und türmen sich meterhoch.

Der Día de los Indianos ist der wichtigste Tag im Karneval auf La Palma. Andrea Grießmann hat sich mitten reingeschmissen in die größte Puderschlacht der Welt.

Bei Sonnenuntergang wird der Djemâa el Fna, der größte und wichtigste Platz in Marrakesch, zu einer riesigen Garküche.

Florida

Andrea Grießmann besucht Ursula Musch (r), die in Dubai eine Kamelfarm betreibt.

Foto nur gegen Spende: Die berühmten Stelzenfischer sitzen auf einem Holzpfahl im Meer und angeln – oder tun zumindest so.

Die Besucher der Malediven schwärmen von weißen Sandstränden und dem türkisblauen Meer.

Moderation: Andrea Grießmann

Redaktion: Iris Möller-Grätz

Autorinnen: Birgit Bonk und Birgit Brückner

Bearbeitung Internettext: Petra Berthold

Stand: 24.01.2021, 20:15