Rheinkultur 2005

02. Juli 2005 - Bonn

Rheinkultur 2005

Rheinkultur ist das größte Open Air-Festival in Deutschland. Am ersten Juli Wochenende konnten rund 145.000 Menschen über 50 Bands auf vier Bühnen in der Bonner Rheinaue live erleben. Das beste daran - dieses Festival ist umsonst.

Das Wetter hätte ein bisschen besser sein können, aber trotz Nieselregen hatten die Leute bei den Auftritten ihren Spaß. Tiger Lou spielte bereits am frühen Nachmittag. Der Schwede hat seit Jahren viele Freunde in Bonn und wenn er nach Deutschland kommt, macht er dort immer Station.

Die weiteste Anreise hatte das John Butler Trio. Die Band kommt aus Melbourne, Australien, und spielte bereits im März diesen Jahres ein Konzert in der Bonner Harmonie, welches der WDR Rockpalast für seine Reihe Crossroads aufgezeichnet hatte und damit eine tolle Band entdeckte. Auch bei der Rheinkultur 2005 vor zig tausend Zuschauern gehörten sie zu den Highlights des Festivals.

Auf der größten, der blauen Bühne ging es international weiter. Moneybrother aus Schweden erlebte, dass er sich von einem Geheimtip zu einer festen Größe etabliert hat. Seine Mischung aus Soul, Pop, Reggae und Rock kam beim Publikum auch live sehr gut an.


Das "grüne Bühnchen" wurde in diesem Jahr beim Auftritt von The Boss Hoss überrannt. Über 10.000 Leute drängelten sich um die kleine Bühne, um die Cowboys aus Berlin zu erleben. Sie spielen bekannte Hits wie "Hey Ya" von Outkast, "Sabotage" der Beastie Boys oder "Toxic" von Britney Spears als Countryversion. Partystimmung garantiert.

Doves aus Manchester sind in England eine richtig große Nummer. Ihre Fans sehen sie auf Augenhöhe mit Bands wie Coldplay oder Travis. In Deutschland erspielen sie sich ebenfalls mehr und mehr Fans. Nach ihrem Auftritt bei Rheinkultur sind wieder viele dazu gekommen.


Farin Urlaub hat so viele Fans, dass er ohne Probleme jeder Band, die bei Rheinkultur gespielt hat, ein paar abgeben könnte. Der Ärzte-Frontmann ist mit seinem zweiten Soloalbum auf Tour und hatte wie immer sein Racing Team mit auf der Bühne. Eine reine Frauenband, die von der Bläser-Fraktion der Ska Combo "Busters" unterstützt wird. Wie man das von Farin gewohnt ist, verbreitete er gute Laune und spielte viele Hits.

Der Headliner auf der nicht viel kleineren roten Bühne war eine Band aus Texas And You Will Know Us By The Trail Of Dead. Schon der Name zeigt, dass diese Jungs anders sind als das, was man von einer Band aus Texas erwarten dürfte. Mit ihrem aktuellen Album "Worlds Apart" haben sie eines der momentan besten Rockalben aufgenommen. Auch in Bonn zeigten sie, dass sie live alles geben und ihre Energie abreagieren müssen. Am Ende des Konzerts verwüstete Sänger Jason die komplette Bühne und hinterließ einen Haufen Instrumente und viele glückliche Fans.


Nosliw macht deutschsprachigen Reggae und ist ein echter Bonner. Früher rappte er in der Band D.U.G. (Die unendlichen Gedichte). Mittlerweile ist Nosliw in ganz Deutschland bekannt und konnte dem Publikum einige Hits präsentieren.