Zita Swoon

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Band steht auf Bühne

Indie Rock aus Belgien

Zita Swoon

Zita Swoon kommen aus Belgien, sind aber im besten Sinne Kulturnomaden. Ihre Musik, sowohl auf Tonträger als auch live, ist eine Reise durch die Tradition der Popmusik. Mit Stops bei Folk und Blues, bei Swing und Vaudeville, manchmal gar bei Disco, hüpfen sie in großen Sprüngen von der Vergangenheit zur Zukunft.

Ohne Ordnung, ohne Langeweile: Von absurdem Funk a la Zappa oder Funkadelic bis zur Singer-/Songwriter-Tradition von Dylan oder Joni Mitchell reichen die Einflüsse von Zita Swoon, der Band des nimmermüden Multiinstrumentalisten und Künstlers Stef Kamil Carlens. Der Eklektizismus eines Tom Waits oder der Einstürzenden Neubauten ist ebenso Referenz wie die Computermusik von Aphex Twin. Eine ziemlich wilde Reise, oft sogar in einem einzigen Song. In manchen Momenten gleicht Carlens (ex-dEUS) einem Schamanen, der aus dem Konzert ein Ritual macht. Der anschließende Song kann darauf heftig mit Glamrock, New Wave oder Techno flirten.

Anfang der 1990er in Antwerpen gegründet, firmieren Zita Swoon zunächst unter dem Namen A Beatband, bis Carlens ihren Namen in Moondog Jr. ändert. Mit dem ersten regulären Studioalbum nach einer Debüt-EP, "Everyday I Wear A Greasy Black Feather On My Hat", sorgen sie bei Fans und Kritik für jede Menge Aufmerksamkeit. Von da an etablieren sich Zita Swoon, wie sie seit Ende der Neunziger heißen, als eine Konstante in Sachen aufregender, experimenteller und kreativer Musik jenseits von Genre-Dünkel.

Trotz der musikalischen Brillanz der ganzen Band dreht sich letztlich alles um einen: Stef Kamil Carlens. Zita Swoon sind nicht "nur" seine Band. Viel eher sind sie eine Brandungswelle von Platten, Filmen, darstellender Kunst, Tanz, Theater und Literatur. Ein Konzert von Zita Swoon wird nie dem anderen gleichen, immer Experiment und "work in progress" sein.

Natürlich macht Carlens nicht nur mit Zita Swoon Musik. Er hat sich schließlich nie nur einem Projekt alleine gewidmet. Er arbeitet an zahlreichen Kollaborationen mit anderen Musikern und komponiert Film- und Theatermusik. Carlens reist für seine Projekte durch Europa, versteht sich selbst als Kosmopolit. Vielleicht auch deshalb fühlt er sich auch in der Kunst nicht nur auf einem Gebiet zu Hause - er ist ein rastloses Multitalent. Stets versucht er sich auf neuen Gebieten, schafft graphische Kunst, fotografiert und betätigt sich außerdem als Bildhauer.