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Chilly Gonzales

Neo-Klassik / Jazz / Pop / Elektronik aus Kanada

Chilly Gonzales

Der kanadische Entertainer und Pianist Chilly Gonzales bewegt sich mühelos zwischen den musikalischen Genres Neo-Klassik, Jazz, Soft Rock, Rap und Elektronik.

Chilly Gonzales alias Jason Beck wird 1972 im kanadischen Montreal geboren. Er beginnt schon früh, Klavier zu spielen und genießt zunächst eine klassische Ausbildung. Als Jugendlicher wird er geradezu süchtig nach MTV und möchte wie Lionel Richie werden – das Pop-Virus hat ihn erwischt. Gemeinsam mit seinem älteren Bruder Christophe hat er seine erste Band. Nach dem Musikstudium zieht er nach Toronto, um Rockstar zu werden und bekommt mit seiner Band Son tatsächlich einen Plattenvertrag bei einem Majorlabel. Doch so ganz will es mit der Karriere in der Heimat nicht klappen. Die Kanadier scheinen den sarkastischen Humor von Gonzales nicht zu schätzen. Seine Vorbilder sind damals wie heute Bühnentalente vom Schlage Chico Marx, Andy Kaufman, Victor Borge oder Larry David. Er sieht sich mehr als Entertainer denn als reiner Musiker.

In Berlin, wo er gemeinsam mit seinen kanadischen Freunden Peaches, Feist, Mocky und Taylor Savvy um die Jahrtausendwende Fuß fasst, findet er, was er gesucht hat: eine offene, künstlerisch freie und wilde Kreativszene, die ihn und seine kanadischen Kumpels mit offenen Armen empfängt und inspiriert. Hier wird aus Jason Beck Chilly Gonzales, die unberechenbare Rampensau. Gonzales' verrückte Auftritte werden bald legendär, und er wird zu einem gefragten Mann in der Hauptstadt. Als ihm der Rummel in Berlin zu viel wird, geht Gonzales nach Paris, um sich professionell weiterzuentwickeln. Er kollaboriert mit zahlreichen bekannten Künstlern wie Jane Birkin, Charles Aznavour, Daft Punk und Feist und beginnt, als Produzent und Ko-Songwriter zu wirken. 2004 erscheint sein bis heute erfolgreichstes Album, mit dem damals niemand gerechnet hätte: "Solo Piano" ist voller leiser, wohlklingender Klavierminiaturen. Keine aggressiven Raps, keine wilden Keyboard-Soli oder Samples, nur Klavier ist darauf zu hören. In der Folge probiert Gonzales zahlreiche verschiedene Stile aus und erweitert sein Repertoire gewaltig.

2011 zieht er schließlich nach Köln und beginnt einen neuen Abschnitt seiner Karriere: Er befasst sich mit der Weitergabe seiner musikalischen Erfahrung. Immer öfter gibt er sogenannte "Music Master Classes", zunächst auf seinen Konzerten mit Teilnehmern aus dem Publikum, später vor der Kamera für den Sender 1LIVE. 2013 gewinnt Gonzales einen Grammy für seine Mitarbeit auf dem wegweisenden Daft Punk-Album "Random Access Memories". Mittlerweile spielt er seine ausverkauften Konzerte auch in den großen Philharmonien in ganz Europa und Kanada. 2018 erfüllt sich Gonzales schließlich einen langgehegten Traum und gründet seinen eigenen Musik-Workshop, das Gonzervatory. Dort bringt er einer Auswahl aus jungen Musikern aus aller Welt das Handwerkszeug bei, das sie für Komposition und Performance brauchen. Mit dabei als Coaches waren u.a. schon Nils Frahm, Peaches, Malakoff Kowalski oder Feist.