Elisabeth Bremehr streichelt ein Langhorn Rind.

Staffel 13: Zu Gast bei Elisabeth Bremehr

Braten vom Longhorn aus der Westfalen-Bucht

Stand: 20.07.2024, 17:20 Uhr

Der „Land & lecker-Bus“ ist unterwegs nach Ostwestfalen-Lippe. Die Gastgeberin Elisabeth Bremehr ist voller Vorfreude, denn sie ist sehr gespannt, was die anderen Landfrauen zu ihrem außergewöhlichen Hof sagen werden…

Der Hof der Familie Bremehr hat Tradition: er existiert bereits seit dem Jahr 1554. Gelegen ist er am Ortsrand der Kleinstadt Verl, südlich von Bielefeld. Die Böden in dieser Region sind eher nährstoffarm und sandig, deshalb wurde auf dem Hof fünf Generationen lang Milchvieh gezüchtet. Doch jetzt, in der sechsten Generation, ist alles anders….

Die Landfrauen werden Augen machen, denn der Hof mutet wie ein kleiner Zoo an: Alpakas, Elche, Rentiere, außergewöhnliche Schafrassen, Wasserbüffel, Raufußhühner, Bunte Bentheimer Schweine, verschiedenste Wasservogelarten... Rund 400 verschiedene Tierrassen tummeln sich hier! Und nicht zu vergessen: Britische Longhorn-Rinder.

Zu Gast bei Elisabeth Bremehr

Die ganze Familie Bremehr - inklusive Lieblings-Langhorn Tolstoi - erwartet die Landfrauen zum Dinner auf ihrem Hof in der Nähe von Verl.

Luder und Elisabeth Bremehr, Longhorn Tolstoi und die beiden Söhne Lorenz und Alexander.

Als Elisabeth vor über zwanzig Jahren zu ihrem Ludger auf den Hof Bremehr gezogen ist, war die Entwicklung zum vielfältigen Tierparadies noch nicht abzusehen. Vieles hat sich aus Zufall und unternehmerischer Kreativität entwickelt. Die Begeisterung für Tiere haben die beiden auch an ihre Söhne Alexander und Lorenz weitergegeben, die sich beide schon stark auf dem Hof miteinbringen.

Als Elisabeth vor über zwanzig Jahren zu ihrem Ludger auf den Hof Bremehr gezogen ist, war die Entwicklung zum vielfältigen Tierparadies noch nicht abzusehen. Vieles hat sich aus Zufall und unternehmerischer Kreativität entwickelt. Die Begeisterung für Tiere haben die beiden auch an ihre Söhne Alexander und Lorenz weitergegeben, die sich beide schon stark auf dem Hof miteinbringen.

Die Elche, Rentiere, Alpakas, Wasserbüffel und vielen andere Wildtierarten leben hier als "Testesser" auf dem Hof. Denn die Bremehrs entwickeln verschiedenste Tierfutter. Und so wissen sie sehr schnell, ob das Futter den Tieren schmeckt und gut tut oder nicht.

Auch die verschiedensten Schafrassen gibt es auf dem Hof. Zum Beispiel die Border Leicester-Schafe mit ihren langen Hasenohren. Die Tiere stammen ursprünglich auch aus England - dem Lieblings-Reiseziel der Bremehrs.

Die Bentheimer Schweine sind in großen offenen Ställen untergebracht. Artgerechte Tierhaltung und eine möglichst stressfreie Schlachtung für die Vermarktung ausschließlich auf dem eigenen Hof ist der Familie sehr wichtig.

Die rund 50 britischen Longhorn-Rinder leben bei den Bremehrs in kleinen Herden auf naturbelassenen Weiden. Durch das langsame Wachstum und die natürliche, ganzjährige Weidehaltung produzieren die Tiere ein besonders zartes, saftiges und aromatisches Fleisch. "Und geschmacklich ist es auch viel besser. Außerdem ist es reich an Omega-3-Fettsäuren", erklärt Sohn Lorenz.

Während die Damen den Hof erkunden, ist Elisabeth konzentriert bei der Küchenarbeit. Da sie stressige Tage gewöhnt ist, bleibt sie bei der Vorbereitung zum Dinner ziemlich entspannt.

Sie traut sich sogar eine Nachspeise anzubieten, die bei den Herren des Hauses keinen großen Anklang gefunden hat: Himbeer-Hirse-Dessert mit Joghurt. Eine Neuerfindung, weil Elisabeth ein Hirse-Fan ist. "Ich wirklich gespannt, wie den Damen das Dessert schmecken wird.“


Liebe auf den ersten Blick
Bei einem England-Urlaub hat sich erst Sohn Lorenz und dann die ganze Familie in die imposanten Tiere verliebt. Heute ist das Halten, Züchten und Vermarkten der Tiere eines der wichtigsten Standbeine auf dem Hof. Das Fleisch der Longhorn-Rinder gilt als besondere Delikatesse. Natürlich wird Elisabeth diesen Leckerbissen auch den Landfrauen servieren.

Elisabeth ist durch und durch Landfrau: Groß geworden auf einem Bauernhof, kam für sie etwas anderes als Landwirtschaft nie in Frage. Wie gut, dass ihr Mann Ludger genauso tickt, denn ohne viel Leidenschaft und Einsatz wäre der Familienbetrieb in dieser Größenordnung und mit so vielen Tieren nicht zu führen. 

Braten vom Longhorn-Rind.

Entspannte Gastgeberin
Vor dem Dinner ist Elisabeth ziemlich entspannt, denn sie kocht oft und gut – und immer regional und mit den eigenen Produkten.
Den Landfrauen serviert sie als Vorspeise einen Salat mit feinem Schinken vom Bentheimer Schwein und Selleriegemüse. Zur Hauptspeise gibt es natürlich eine Longhorn-Delikatesse, ergänzt mit einem Dreierlei von Bohnen aus dem Gemüsegarten. Als Nachspeise wagt Elisabeth eine Neuerfindung: ein Himbeer-Hirse-Dessert mit Joghurt.