Ein Klingelschild mit verschiedenen Nachnamen.

Woher kommt mein Nachname?

Stand: 06.05.2022, 11:04 Uhr

Sprachforscher Dr. Georg Cornelissen vom Landschaftsverband Rheinland erklärt, wie unsere Nachnamen entstanden sind und woher sie kommen - am Beispiel einiger Familiennamen unserer Zuschauer:innen.

Dass wir alle mindestens zwei Namen haben – einen Vor- und einen Nachnamen – ist für uns heute ganz normal. Die Entstehung unserer Nachnamen haben eine interessante Geschichten, die von Region zu Region verschieden ist. Müller, Schmidt und Schneider sind die häufigsten deutschen Nachnamen. Auf Platz vier, fünf und sechs stehen Fischer, Weber und Meyer.

Familiennamen in Deutschland

Für das Projekt "Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands". untersuchen Expertinnen und Experten die 200.000 häufigsten Nachnamen in Deutschland

Habt ihr einen außergewöhnlichen Nachnamen und wollt wissen, was er bedeutet? Schickt uns eure Nachnamen und...Posted by Hier und heute on Monday, February 1, 2021

Wie recherchiert man die Herkunft von Namen?

Bis zum Jahr 1800 etwa wurden Hochzeiten und Besitzveränderungen in die Kirchenbücher eingetragen. Mit etwas Glück sind diese für Recherchezwecke erhalten. Ab circa 1800 gab es Standesämter. Auch dort kann man recherchieren, allerdings sind wegen des Datenschutzes nicht die aktuellen Eintragungen verfügbar.

Welche Kriterien für die Herkunft von Namen gibt es?

Es gibt fünf verschiedene Kriterien, um die Herkunft eines Nachnamens zu bestimmen: der Vorname des Vaters, der Beruf, der Ort, die Lage des Hauses und Eigenschaften der Menschen, die beispielsweise zum Nachnamen „Lang“ oder „Klein“ führten.

Häufige Namen in den Regionen Nordrhein-Westfalens

Jansen ist der häufigste Name am Niederrhein. Er wird im Rheinland mit einem „s“ und im Norden, also in der Region Kleve, mit zwei „s“ oder „ß“ geschrieben.

Im Kölner Raum ist der Name Schmitz sehr häufig. Aber auch Frings. In Westfalen kommt der Name Schulte mehrfach vor. Dort gab und gibt es viele Gutshöfe und die Gutsherren hießen früher Schultheiß. Daraus wurde Schulte oder Schulz.