Faszinierende Gräser anpflanzen

Blick in Garten

Faszinierende Gräser anpflanzen

Faszinierende Gräser sollten in keinem Garten fehlen. Gärtner Markus Phlippen verrät, was beim Anlegen und Pflegen von Gräsern wichtig ist. Außerdem gibt er Tipps, was man gegen Läuse im Garten tun kann.

Pampasgras ist eines der bekanntesten, größten und beliebtesten Gräser für unsere Gärten. Oft werden sie als Highlights gesetzt, denn die Pflanze wird mit seinen Blütenständen etwa zwei Meter hoch und ist schon aus der Entfernung sichtbar. Wichtig ist, dass die Pflanze zweihäusig ist. Das heißt, es gibt weibliche und männliche Pflanzen und nur die weiblichen Pflanzen bilden Blüten. Als typische Pflanze der südamerikanischen Pampa braucht sie es im Sommer feucht und im Winter trocken. Der Rückschnitt erfolgt im frühen Frühjahr.

Japanisches Berggras wird auch Japangras genannt. Es kommt gut mit Trockenheit zurecht und ist sogar für die Königsdisziplin „trockener Schatten“ geeignet – man kann damit also auch gut Gehölze unterpflanzen. Am wohlsten fühlt sich das Japangras im Halbschatten. Bis in den Winter hinein bleiben die Blätter stehen und behalten dabei oft ihre Färbung. Die Pflanze braucht einen nährstoffreichen Boden, der am besten mit organischem Material angereichert ist. Vermischen Sie Standorterde und neue Erde, damit die Pflanzen auch unterirdisch an ihre neuen Standortbedingungen angepasst werden. Altes Laub wird erst im Frühjahr weggeschnitten, über den Winter sollte es immer als Frostschutz stehen bleiben.

Rhododendron und schwarzer Schlangenbart

Schwarzer Schlangebart wird nur etwa 20cm hoch

Schwarzer Schlangenbart gehört zu den exklusiven schwarzen Pflanzen. Viele halten ihn für ein Gras, aber er gehört zur Familie der Spargelgewächse und ist ein guter Bodendecker von nur 20 cm Wuchshöhe. Man setzt ihn in den Vordergrund. Durch seine kurzen Ausläufer entsteht nach und nach ein kleiner Pflanzenteppich und zur Krönung präsentiert er ab Juni violette glockenförmige Blüten. Die Pflanze ist immergrün und begehbar. Der Boden muss feucht, durchlässig und humusreich sein.

Das Mädchenhaargras ist ein wunderbarer Blondschopf, der sich im Sommer in der kleinsten Brise sanft hin und her bewegt. Es ist deshalb gut geeignet zur Randbepflanzung von Staudenbeeten oder auch als Kübelpflanze. Es samt sich leicht aus und kann dadurch verwildern und an anderer Stelle im Garten überraschen. Mädchenhaargras verträgt trockene, gut durchlässige Böden.

Die Begleitstaude Patagonisches Eisenkraut ist wunderbar geeignet, um dem Garten einen gewissen Wildpflanzencharakter zu verleihen. Den ganzen Sommer über blühen diese zarten blauvioletten sehr hohen Blütenstände, die sehr gerne von Schmetterlingen besucht werden. Die Staude ist jedoch in unseren Breiten recht kurzlebig. An guten Standorten samt sich das Patagonische Eisenkraut gut aus und überrascht einen so an immer neuen Plätzen.

An Schnittstellen tritt bei Wolfsmilchgewächsen phototoxischer weißer Saft aus

Von den Wolfsmilchgewächsen gibt es mehr als 2.000 verschiedene Sorten

Begleitstaude Wolfsmilchgewächse: Es gibt mehr als 2.000 Wolfsmilchgewächse. Die roten Blätter der Euphorbia amygdaloides bilden einen tollen Kontrast zu den gelbgrünen Scheinblüten. Der obere Teil ist eine Scheinblüte, die eigentliche Blüte ist sehr unscheinbar und klein. Im Winter, gerade bei Kahlfrösten, sollte man die Pflanze mit ein wenig Mulch oder Reisig schützen. Die Pflanze wird nicht zurückgeschnitten und bildet mit der Zeit kleine, runde Horste.

Was tun gegen Läuse?

Jeder der Rosen hat, wird früher oder später mit Blattläusen konfrontiert. Ideal ist, wenn man schon beim ersten Auftreten die Läuse mit einem scharfen Wasserstrahl wegspritzen kann. Je öfter man das macht, desto weniger muss man zu anderen Mitteln greifen. Auch mit den Fingern lässt sich eine Blattlauskolonie einfach abstreifen. Marienkäfer können auch eingesetzt werden – direkt an die Futterquelle. Ein Käfer und vor allem ihre Larven fressen bis zu 100 Blattläuse am Tag.

Dieses Element beinhaltet Daten von Facebook. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Hausmittel gegen Läuse

Ein bewährtes Hausmittel ist eine Spritzmischung mit Spiritus, Schmierseife oder Spülmittel und Wasser. Dafür 50 g Schmierseife in einem Liter Wasser auflösen und 20 ml Spiritus unterrühren. Nicht in der prallen Sonne spritzen, da die Blätter sonst zu viel Schaden nehmen.

Stand: 08.06.2020, 06:00