Milchalternativen

Drinks aus Soja, Reis und Co.: Wie gut sind Milchalternativen wirklich? Hier und heute 11.03.2021 09:00 Min. Verfügbar bis 11.03.2022 WDR

Milchalternativen

Sie gelten als Alternative zu Kuhmilch, sind für Allergiker geeignet und gehören für manche zum veganen Lifestyle: Milchersatzprodukte. Wir klären mit dem Ernährungswissenschaftler Stephan Lück, welche es gibt, was drin ist und wie gesund sie wirklich sind.

Diese Produkte haben ein gesundes Image. Dabei ist neben den beworbenen Zutaten (Hafer, Mandeln, Soja, Reis) oft viel Zucker drin (bei Hafer- und Sojadrinks) plus diverse Zusatzstoffe wie Emulgatoren, Stabilisatoren, Aromen, und zugefügte Vitamine. Achten Sie daher genau auf die Zutatenliste, rät Stephan Lück.

So unterscheiden sich die Milchalternativen

  • Sojamilch: der Klassiker. Gibt es schon lange. Soja enthält viel Eiweiß und Mineralstoffe.
  • Hafermilch: Hafer ist ein sehr gesundes Getreide mit viel Ballaststoffen, aber in Hafermilch ist wenig Hafer drin, dafür viel Zucker.
  • Mandelmilch: Mandeln selbst sind gesund und nährstoffreich (gesunde Fette!). Aber in einem Liter Mandelmilch steckt nur eine Mandel.
  • Reismilch: hier ist am wenigsten drin, kaum Nährstoffe. Hauptsächlich Stärke und Wasser

Was unterscheidet die Ersatzprodukte von Milch?

Das Bild zeigt eine Flasche und ein Glas Milch auf einem Tisch.

Milch-Ersatzprodukte dürfen nicht als 'Milch' gekennzeichnet sein.

Milch darf nur etwas heißen, dass durch einen Tiereuter kommt. Milch hat wesentlich mehr Kalorien und andere Nährwerte (tierische Proteine, tierisches Fett). Milch ist aber wegen des hohen Nährstoffgehalts wie eine Mahlzeit zu bewerten und man sollte nicht zu viel davon zu sich nehmen, empfiehlt der Ernährungswissenschaftler.

Braucht Milch einen Ersatz?

WDR 5 Quarks - Topthemen aus der Wissenschaft 01.02.2019 06:40 Min. Verfügbar bis 01.02.2024 WDR 5 Von aus der Mark, Ilka


Download

Fazit

Milchersatzprodukte sind nicht per se gesünder als echte Milchprodukte, können aber helfen, wenn man weniger tierische Produkte konsumieren möchte oder bei Unverträglichkeiten. Wegen der vielen Zusatzstoffe sollte man sie jedoch besser selbst machen oder in Bio-Qualität kaufen.

Mandel- und Hafermilch selbst machen

Die Rezepte

Hafermilch

Fünf Esslöffel Haferflocken in einem Liter Wasser einweichen. Fünf bis zehn Minuten quellen lassen. Dann pürieren, durch ein sehr feines Sieb oder Tuch abseien, bis Wasser austritt. Fertig ist die Hafermilch. Nach Belieben süßen, z.B. mit einem Schuss Ahornsirup.

Mandelmilch

Detailaufnahme von Mandeln.

Mandelmilch kann man ganz einfach selbst machen.

200 Gramm Mandeln mit reichlich Wasser bedecken und zwölf Stunden ziehen lassen. In einem Sieb abtropfen lassen, mit einem Liter frischem Wasser pürieren. In einem Nussmilchbeutel oder feinen Tuch auswringen und in Flaschen füllen.

Ungesüßt genießen.

Alle Beiträge von Gesund und fit