Hipper Hafer oder trockene Flocke – So vielseitig sind Müsli, Porridge und Co.

Der Vorkoster 09.05.2022 43:58 Min. UT Verfügbar bis 09.05.2023 WDR

Der Vorkoster mit Björn Freitag

Hipper Hafer oder trockene Flocke – So vielseitig sind Müsli, Porridge und Co.

Stand: 04.05.2022, 14:20 Uhr

Die Deutschen essen durchschnittlich 2,2 kg Cerealien pro Jahr. Bunt, knusprig, nussig, fruchtig oder mit Schokolade – wer morgens gerne zu Getreide und Co. greift, hat eine große Bandbreite an Möglichkeiten.

Von Caroline Link

Vielfalt auf dem Frühstückstisch

  • Müsli besteht laut Definition der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) aus mindestens einem Vollkorngetreideprodukt (geschrotet, gequetscht oder flockiert). Zusätzlich muss mindestens eine weitere Komponente enthalten sein, die nicht aus Getreide besteht, wie Schokolade, Nüsse, Trockenfrüchte oder Samen.
  • Cerealien sind knusprige Getreideerzeugnisse, die meist in Form von Ringen, Kissen oder Flakes angeboten werden. Dabei unterscheidet man in der Getreideart, dem Herstellungsverfahren, Form und Geschmacksrichtung. Einige werden mit Zutaten wie Nüssen, Honig oder Kakao überzogen, andere haben sogar eine Cremefüllung.
  • Granola (auch bekannt als Knuspermüsli oder Crunchy) ist gebackenes Müsli. Die Basis besteht aus Haferflocken. Je nach Geschmack können Nüsse, Samen oder Trockenfrüchte hinzugegeben werden. Mit Honig, Agavendicksaft oder anderen Süßungsmitteln wird die Müsli-Mischung im Ofen gebacken, sodass alles knusprig wird.
  • Porridge ist nichts anderes als Haferbrei. Während er hierzulande lange als typisches Essen bei Magenverstimmungen bekannt war, ist Porridge in seinem Ursprungsland Schottland ein traditionelles Frühstück. Dort werden die Haferflocken herkömmlich mit Wasser und etwas Salz gekocht. Aber auch Milch oder Milchalternativen eigenen sich zum Aufkochen der Flocken. Getoppt werden kann das Ganze je nach Geschmack mit Obst, Beeren, Nüssen oder süßen Lebensmitteln, wie Schokolade oder Honig.

Frühstückscerealien richtig aufbewahren? So geht's!

Darauf sollte man grundsätzlich achten: Frühstückscerealien dunkel, trocken und kühl, allerdings nicht im Kühlschrank aufbewahren. Am besten in einem gut verschließbaren Gefäß mit Gummidichtung lagern, da besonders Knuspermüsli schnell seinen Crunch verliert, wenn es hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt wird. Das hält auch Vorratsschädlinge wie Motten fern.

Grüner Nutri-Score = gesundes Müsli?

Auf vielen verarbeiteten und komplex zusammengesetzten Lebensmitteln wie Müsli und Cerealien, findet sich seit 2020 der Nutri-Score. Dabei handelt es sich um eine Lebensmittelkennzeichnung, die es Verbraucherinnen und Verbrauchern erleichtern soll, bei Produkten derselben Kategorie die gesündere Variante auszuwählen. Möglich wird das durch eine fünfstufige Skala, die Buchstaben und Farben kombiniert: Vom dunkelgrünen A bis hin zum roten E. Je grüner ein Produkt im Nutri-Score ist, desto günstiger ist die Nährstoffzusammensetzung des Lebensmittels. Berechnet werden die Produkte auf 100-Gramm Basis.

Dabei gilt: Je niedriger die Gesamtpunktzahl am Ende ist, desto günstiger ist das Nährstoffprofil des Lebensmittels. Inhaltsstoffe die als positiv bewertet werden, wie Ballaststoffe, Eiweiß, Nüsse, Obst und Gemüse, erhalten Negativpunkte. Inhaltstoffe die als negativ bewertet werden, wie Zucker, Salz, gesättigte Fettsäuren oder Energie, bekommen Positivpunkte. Diese beiden Werte werden miteinander verrechnet. Doch nur, weil ein Produkt einen günstigen Nutri-Score hat, heißt es nicht, dass es auch gesund ist. Cerealien mit hohem Zuckergehalt können den negativen Inhaltsstoff zum Beispiel durch Vollkorngetreide, also Ballaststoffe und Eiweiße „ausgleichen“. So kann es durchaus sein, dass ein ungesundes Produkt mit hohem Zuckeranteil trotzdem den Nutri-Score B bekommt.

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