Wallfahrtskirche "Zur schmerzhaften Mutter Gottes"

Zur schmerzhaften Mutter Gottes

Hennef-Bödingen

Wallfahrtskirche "Zur schmerzhaften Mutter Gottes"

In einer Legende heißt es: Ein Einsiedler Namens Christian von Lauthausen stellte 1397, an der Stelle, wo sich mittelalterliche Handelsstraßen kreuzen, ein Marienbild auf. Dieses Bildnis lockte immer mehr Pilger an. So wurde dort später eine Wallfahrtskirche gebaut.

Die Wallfahrtskirche "Zur schmerzhaften Mutter Gottes" ist ein seit 1989 denkmalgeschütztes römisch-katholisches Kirchengebäude in Hennef-Bödingen im Pfarrverbund Hennef-Ost und gehört zum Erzbistum Köln.

1397 war Baubeginn nach einer Marienerscheinung des Einsiedlers Christian von Lauthausen und bereits 1408 war das Gotteshaus zur Verehrung der wundertätigen Pieta vollendet. Es wurde der Allerseligsten Jungfrau Maria und den Heiligen Drei Königen geweiht und seit 1424 als Klosterkirche der Augustiner- Chorherren genutz.

Gnadenaltar

Die spätgotische Basilika besteht aus zwei Teilen: der ältere Teil mit einem geosteten dreischiffigen Langhaus und einbezogenem, 43 m hohen Westturm sowie dem neueren Teil – ergänzt zwischen 1480 und 1500 – mit dem Querhaus und einem neuen Chor im Osten. Nur noch in dieser Kirche wird am 4. Freitag nach Ostern das "Kompassionsfest" mit einem Pontifikalamt durchgehend seit 1423 gefeiert!

Das Geläut besteht noch immer aus den 4 Originalglocken von 1397 (125 cm, es'-3), 1398 (92 cm, a'+4), 1470 (143 cm, es'+4) und 1757 (79 cm, es"). Die Kirche diente neben anderen dem Adelsgeschlecht derer von Nesselrode als Grablege.

Der WDR dankt Guido Weimer für die Bereitstellung der Fotos und des Textes, sowie der Ton-Aufnahme.

Stand: 08.06.2016, 14:26