27. Februar 1964 - Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler werden Weltmeister im Eiskunstlauf

Marika Kilius und Hans Jürgen Bäumler 1969 bei einer Holiday on Ice Show.

Stichtag

27. Februar 1964 - Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler werden Weltmeister im Eiskunstlauf

Die Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft von Dortmund steht unter einem besonderen Stern. Erst wenige Wochen zuvor, bei den Olympischen Spielen in Innsbruck, haben Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler die Silbermedaille gewonnen – nur die Silbermedaille. Ein Großteil des Publikums sah das deutsche Paar vor seinen sowjetischen Konkurrenten Belousova/Protopopov und pfiff die Preisrichter aus.

In Dortmund gibt es nun die Chance zur Revanche für das deutsche Paar. Ein Reporter der "Welt" schildert die Atmosphäre vor der entscheidenden Kür am 27. Februar 1964: "Alle heucheln guten Mut. Oleg Protopopov lächelt für alle Kameras; Marika Kilius hat sich zwei neckische Zöpfchen geflochten und gibt sich fidel. Hans-Jürgen Bäumler tut fesch, und auch Ludmilla Belousova entblößt die Zähne, als hätte sie es in Hollywood gelernt."

Zuletzt lachen jedoch Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler. Mit einer glanzvollen Kür holen sie sich ihren zweiten Weltmeistertitel, 11.500 Zuschauer in der ausverkauften Westfalenhalle sind begeistert. Nach dem Dortmunder Erfolg wechseln die beiden ins Profilager, die "Wiener Eisrevue" und "Holiday on Ice" sind Stationen ihrer Karriere. 1981 treten Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler zum letzten Mal gemeinsam auf.

Stand: 27.02.04