18. Januar 1913 – Danny Kaye in New York geboren

Danny Kaye in einer Szene aus "Der Hofnarr"

Stichtag

18. Januar 1913 – Danny Kaye in New York geboren

Danny Kaye ist ein Komiker mit Sprachwitz. Das tritt nicht nur in seinen Filmen zu Tage, von denen "Der Hofnarr" (1955) wohl der berühmteste ist. Das merkt man auch auf den zahllosen Pressekonferenzen, die der berühmte Schauspieler in den rund 50 Jahren seines öffentlichen Wirkens gibt.

Als ihm die Zeitungsschreiber anlässlich der Filmpremiere von "Die fünf Pennies" (1959) einmal keine Fragen stellen, interviewt er kurzerhand sich selbst. Und am Ende seines Lebens bedankt er sich bei allen schweigsamen Journalisten: "Sie haben keine Fragen? Wie schön! Dann kann ich einen Kaffee trinken und nach Hause gehen."

1,28 Namen pro Sekunde

Geboren wird Kay als Sohn eines Schneiders unter dem Namen David Daniel Kaminsky in New York – vermutlich am 18. Januar 1913. Seine Kindheit in Brooklyn ist entbehrungsreich, der Traum vom Medizinstudium zerbricht, als sein Vater die Familie nicht mehr ernähren kann. Kaye wird Kellner, Buchhalter und Versicherungsagent, bevor er 1939 mit Comedy am Broadway debütiert. Zwei Jahre später wird er mit Kurt Weills Musical "Lady in Dark" auch einem breiteren Publikum bekannt. In dieser Zeit entwickelt er auch sein Schnellsprechtalent, das ihm später den Titel der "schnellsten Klappe Hollywoods" einbringen wird: In einem Lied zitiert er 50 mehrsilbige Namen russischer und polnischer Komponisten - in der Rekordzeit von 39 Sekunden.

1940 heiratet Kaye Sylvia Fine, die seine Managerin wird und für ihn Liedtexte, Drehbücher und Moderationen schreibt. Dabei arbeitet sie das heraus, was Kaye am besten kann. So kann der Schauspieler und Sänger seinen Sprachwitz bestmöglich mit klug choreografierter Körperakrobatik verbinden. Bei "Der Hofnarr" etwa schreibt Fine am Soundtrack mit.

Spaßige und ernste Seiten

1943 wird der Hollywoodproduzent Samuel Goldwyn auf Kaye aufmerksam und macht ihn in der Filmwelt bekannt. Produktionen wie "An der Riviera" (1951), "Die Lachbombe" (1954), "Jakobowsky und der Oberst" (1958) oder "General Pfeifendeckel" (1961) werden Riesenerfolge und bringen ihm zwei Golden Globes ein. Berühmt wird Kaye aber auch durch TV-Auftritte in der Muppet Show oder der Sitcom "Die Bill Cosby Show". 1963 bekommt er eine eigene Sendung. Da ist er längst einer der bestbezahlten Filmkomiker der Welt.

Weltweit bekannt macht Kaye aber auch sein politisches Engagement. In der McCarthy-Ära der 50er Jahre stellt er sich mutig gegen die Kommunistenhatz des "Komitees für unamerikanische Umtriebe". Zur gleichen Zeit setzt er sich für das Kinderhilfswerk Unicef ein.  Kaye stirbt 1987 mit 74 Jahren in Los Angeles an einem Herzanfall.

Stand: 18.01.2013

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