17. Juli 1956 - "High Society" kommt in die Kinos

Stichtag

17. Juli 1956 - "High Society" kommt in die Kinos

George Kittredge alias John Lund ist ein furchtbarer Langweiler. Trotzdem will die verwöhnte Millionärstochter Tracy Lord (Grace Kelly) ihn heiraten. Aber auch Tracys erster Ehemann C. K.Dexter-Haven (Bing Crosby) ist nach wie vor in die kühle Blonde verschossen.

Und als dann auch noch der raubeinig-charmante Klatschreporter Mike alias Frank Sinatra in der Luxusvilla auftaucht, ist das Chaos im Film "High Society" perfekt.

Zum Musical umgeschrieben

Am 17. Juli 1956 hat "High Society" in den USA Premiere; ein Jahr später kommt der Film unter dem Titel "Die oberen Zehntausend" in die deutschen Kinos. Seine Story ist nicht neu. Sie basiert auf einem Broadway-Stück, das bereits 1940 unter dem Titel "The Philadelphia Story" ("Die Nacht vor der Hochzeit") mit Katharine Hepburn, Cary Grant und James Stewart in den Hauptrollen verfilmt wurde.

Aber Regisseur Charles Walters will den Plot als Musical inszenieren. Die Handlung wird deshalb nach Newport verlegt, wo ein alljährliches Jazzfestival stattfindet. Aus dem Schiffskonstrukteur Dexter-Haven macht Drehbuchautor John Patrick einen Schlagerkomponisten, der "zufällig" mit Jazzlegende Louis Armstrong befreundet ist - was dessen Auftritt rechtfertigt.

"True Love"

Vor allem wegen der Musik von Cole Porter wird "High Society" zum Kassenhit. Fast alle Gesangsnummern avancieren zu Evergreens, allen voran "True Love": ein Duett, mit dem Bing Crosby und Grace Kelly am Ende - nachdem sie zum zweiten Mal geheiratet haben - in die Flitterwochen segeln.

Liebe und Heirat sind während der Dreharbeiten auch privat zentrale Themen von Grace Kelly: Kurz nach Abschluss des Filmprojekts heiratet die Hollywoodschönheit Fürst Rainier III. von Monaco und muss ihre Filmkarriere beenden.

Stand: 17.07.2011

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