01. Mai 2010 - Vor 10 Jahren: Bodybuilder Steve Reeves stirbt in Kalifornien

Stichtag

01. Mai 2010 - Vor 10 Jahren: Bodybuilder Steve Reeves stirbt in Kalifornien

Steve Reeves ist der König der Seeräuber. Als Herkules trifft er die Königin der Amazonen und kämpft gegen die barbarischen Hunnen. Beim Untergang von Pompeji ist er ebenso dabei wie bei der Schlacht von Marathon oder beim Kampf um Troja. Im Kostümfilm der 1950er und 60er Jahre fährt die Kamera genüsslich über seine Muskelpakete. "Es ist der Wille der Götter, dass unser Blut diesen Boden tränken soll", lautet einer seiner klassischen Sätze – und kaum ein Zuschauer im Kinoraum kann sich vorstellen, dass Reeves als gestählter Trojaner Aeneas im gleichnamigen Film von 1962 tatsächlich auch nur einen Blutstropfen verlieren wird.

Geboren wird Reeves 1926 in Glasgow, Montana. Bereits nach einem halben Jahr Lebenszeit wird ihm sein erster Titel - "Gesündestes Baby von Valley County" - verliehen. Mit 21 wird er "Mister USA", ein Jahr später "Mister World" und "Mister Universum". Zu Beginn der 1950er Jahre zieht Reeves nach Hollywood; 1954 gibt er in Ed Woods "Jail Bait" sein Debüt. Vor allem die Filme der Herkules-Reihe machen ihn bei der Muskelprotzgemeinde populär: Nicht von ungefähr wird Arnold Schwarzeneggers erster Film 1970 "Herkules in New York" betitelt sein.

Unverletzbar und unsterblich?

Auch wenn Reeves das Bodybuilding nicht erfunden hat, so macht er das Krafttraining durch seine Rollen in Sandalenfilmen doch populär. Bis heute fragen Fans in Online-Foren nach seinen Trainingsplänen. Überhaupt gilt Reeves zu Lebzeiten als nahezu unverletzbar und unsterblich, was biographisch untermauert wird: Will man der Überlieferung glauben, so überlebt er einen Autounfall ebenso wie einen Pferdetritt und eine Malariainfektion. Ein Erdbeben soll er sogar verschlafen haben. Dann jedoch prallt das unerschütterliche Kraftpaket während eines Films im Streitwagen gegen einen Baum. Auf lange Sicht bedeutet der stilechte Unfall das Ende seiner Schauspielerkarriere. Nach dem Western "Ich bin ein entflohener Kettensträfling" (1968), für den er auch als Drehbuchautor fungiert, zieht er sich aus dem Filmgeschäft zurück.

Im Alter von 74 Jahren wird bei Reeves eine Lymphknotenschwellung festgestellt. Bei dieser Krankheit kann ihm kein Training helfen. Er stirbt am 1. Mai 2000 im kalifornischen Escondido.

Stand: 01.05.10

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